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Impressionen: Q-Tip @ Rote Fabrik Zürich

Impressionen: Q-Tip @ Rote Fabrik Zürich

Magische Momente gibt es auch heute noch im HipHop. Auch wenn hier und da der Qualitätsverlust und die Monotonie moniert wird. In der Roten Fabrik in Zürich fanden sich am 07.03.09 fast 700 Heads zusammen um einen wiedergekehrten Helden zu huldigen. Was der Name Q-Tip und die damit verbundene HipHop-Historie versprach wurde zu einem dieser Events, die man für immer in Erinnerung tragen wird.
Mit seiner Band und DJ Statik Selektah auf Welt-Tour, enterte die Stimme der Native Tongues mit seinem neuen Album “The Renaissance” die schweizer Bankenstadt. Die Vorgruppe “Heavy” aus Queens, bestehend aus Nicky Guiland and Casey Benjamin, spielte ein solides, zurückgelehnte Set ihrer jazzigen Grooves die BBE-Konsumenten ein Begriff sind – das Züricher Publikum wollte jedoch nur ihren Helden hören, der nach langer Abstinenz (Labelproblemen/Abgefakelte Plattensammlung) wieder zurückgekommen war. Die Crowd stellte erstaunlicherweise einen ungewöhnlich hohen Anteil an “30 somethings”, neben den obligatorischen jungen Realkeepern. Danach war das Staunen wie die Begeisterung gleich groß: Der charismatische Frontman explodierte gleich bei den ersten Songs und übertrug seine scheinbar nie erloschene Energie auf das Publikum. “Move” gleich als dritten Song zu spielen, war zog dann ein Überschäumen der Emotionen nach sich. Nach einigen Stücken von seinem neuen Album kam die Zeit inder es an den Siedepunkt ging. Das Q-Tip ein begnadeter Rapkünstler ist wusste man ja. Dass er aber sich selbst und eine ganze Halle in Extase bringen kann, war für Viele neu. Das Zusammenspiel von programmierten Beats (&Cuts von Statik!!) und dem Groove der Band ließ den Frontman zu ungeahnten körperlichen Höchstleistungen auffahren, als er bei einem kleinen Tribe-Medley (“Oh my god”! “Find my way”) sich an die Lautsprecher hing.

Auch wenn an diesem Abend “Breathe & Stop” oder “Can I kick it” nicht performt wurde waren scheinbar alle in der Halle glücklich solch einer großartigen Show beigewohnt zu haben. Das wurde dann natürlich auch gebührend nach den 1,5 h-Konzert gefeiert. DJ K-Rime feuerte die Top100-HipHop-Evergreens mit Dancehall-Einlagen bis 4h und kaum einer ging vorher.

Peter Hagen

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