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Katharina Franck: Live in Berlin – ein schwärmerischer Konzertbericht

Katharina Franck: Live in Berlin - ein schwärmerischer Konzertbericht

Katharina Franck:
Live in Berlin, ein schwärmerischer Konzertbericht …

Im Rahmen ihrer Deutschland-Tour gastierte die Singer / Songwriterin Katharina Franck am 18. Januar 2009 im Berliner Admiralspalast, um ihr aktuelles Album „On The Verge Of An Autobiography“ live vorzustellen.

Auf der Bühne stand umrahmt von vier männlichen Musikern eine kleine Frau mit einem großen Charisma. Eine Zauberin, die mit der Wirkung der legalen Droge Musik umzugehen weiß. Auch das zahlreich erschienene Publikum zollte der Kunst und der Künstlerin Respekt, in dem es in fast meditativer Stille lauschte, wenn Katharina Franck in reduzierten Arrangements nur sich und ihre Stimme ins Rampenlicht stellte, und begeistert tobte, wenn auf der Bühne gerockt wurde. Denn Schlagzeuger, Bassist, E-Gitarrist und Pianist standen schließlich nicht umsonst auf der Bühne. Da brach es dann schon mal aus Katharina heraus, die sonst eher in der Anmut ihrer eigenen Musik versunken schien. Bei Songs vom neuen Album wie „In My Mouth“ oder „Reckless Reckless“, genauso wie bei älteren Stücken wie „As A Matter Of Fact“ oder „Sea Of Time“ wirbelte ein Temperament im Scheinwerferlicht und die lauten Rock-Instrumente gingen direkt in die Magengrube. Eine Etage höher pochte das Herz bei den leisen Nummern, wenn die zu jeder Zeit sagenhafte Stimme von Katharina Franck – noch immer voll herrlicher Jugendlichkeit – die Sterne vom Himmel holte. „Wind Was Playing With My Hair“, „We Never Blink“ oder „Love Is A Better Word” seien nur als Beispiele genannt. Ob zärtliche oder kraftvolle Songs, es wurde immer alles höchst emotional und glaubhaft vorgetragen, von der Künstlerin wie auch von den hervorragenden Musikern mit Leidenschaft und Konzentration gespielt.

Probleme mit der Technik – sie hörte sich selbst nicht über den Monitor – kommentierte Katharina mit „Die Stimme ist mal da und mal weg“, was mich zu dem Zwischenruf „aber sie ist schön“ verleitete. Aus der anderen Ecke des Saales ergänzte dies jemand mit dem treffenderen Wort „Wunderschön!“. Die oftmals fragilen und komplexen Songs klangen live genauso perfekt wie auf CD, nur noch intensiver. Man konnte nur schwer den Blick von Katharinas hübschem Gesicht lösen, weil sich darin all das wiederspiegelte, was in die Ohren drang. Ein sehr sinnliches Erlebnis …

Wenn Katharina ihre Songs ohne Gitarre vortrug, tanzte sie absolut hinreißend in kleinen Schritten und wiegenden Bewegungen, gab sich ganz dem Moment hin. Sie suchte oft den Blickkontakt zu ihrem Publikum, schuf Nähe und ließ den Hauch von Intimität zu, den man als Besucher an Club-Konzerten so schätzt.

Nach 1 ½ Stunden verabschiedeten sich Künstlerin und Band erschöpft aber glücklich von dem nicht minder erregten Publikum, wurden aber zweimal für Zugaben zurückgefordert und erfüllten diese mit Lust und Liebe.

Dieser tolle Abend übertraf zumindest meine Erwartungen, brachte musikalischen Hochgenuss und präsentierte eine außergewöhnliche, professionelle Künstlerin, die noch bis Ende des Monats in zwölf weiteren Städten live zu erleben ist.

Ein fantastisches Konzert einer fantastischen Frau!

Text: Regina Sommerfeld
Foto-Credit: Olaf Bredenförder

http://www.famouzphotographs.com

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