20th Century Steel Band: Warm heart, cold steel
Review:
Man hört das ja immer wieder, dass die aktuelle Generation an HipHop-Hörern ein ganz anderes Verständnis von der Kultur hat und komplett unterschiedliche Auffassungen und Verhaltensweisen an den Tag legt. So ist das Sample-Diggin’ heute so irrelevant wie Angela Merkel für Dessous-Werbung. Was bei den alten Heads noch als Sport ausgerufen wurde, mag heute nicht mehr so viele bewegen. Ist das Internet mal wieder schuld daran? Wohl nicht. Wohl auch nicht, dass die HipHop-Musik anno 2009 nicht mehr allein aus Samples besteht die in Bereich Jazz, Funk, Soul & Sonstiges aus den 60ern und 70ern zu verorten sind. Wie auch immer – es gibt aber immer noch Soundlovers der alten Schule die es lieben, nach alten Scheiben zu graben und es einem HipHop-Stück aus den 80ern oder 90ern zuzuordnen. Speziell für diese Gattung an Menschen gibt es ein Schmankerl auf dem britischen Musiklabel Mr. Bongo. Hier gibt es eine schöne Werkschau der aus Trinidad stammenden Gruppe 20th Century Steel Band um Mastermind Michael Oliviere, der die Funktionen des Komponierens, Arrangieren und Songwritings begleitete. Aus seiner Heimat brachte er den Calypso mit und ließ diesen in zeitgenössische Sounds wie Disco, Funk & Soul einfließen. Bei dieser Soundmischung machte man auch kein Halt vor Genre-Klassikern wie „Papa was a rolling stone“ (The Temptations) oder „Shaft“ (Issak Hayes) um diese in ein karibisch anmutendes neues Gewand zu kleiden. Und dann wäre da noch das übermächtige Samplefutter das als letztes Jennifer Lopez für ihren Beatnuts-Klau „Jenny from the block“ verwendete. „Heaven or Hell“ mit den markanten Zeilen „Children growing, women producing, men go working, some go stealing. Everyone’s got to make a living” sind wohl nicht nur inhaltlich dauerhalft relevant, sondern auch musikalisch zeitlos und zerstörbar und wohl auch nicht zum letzten Mal von jemanden gesamplet. Das Stück wurde 1976 aufgenommen und befindet sich auf dem jetzt wieder veröffentlichten Album „Warm heart, cold steel“. Ein Album welches schon LL Cool J, den Jungle Brothers, Soul II Soul, den Black Eyed Peas oder Lauryn Hill für ihre Musik ausschlachteten. In der Tat treffen hier die Sounds der Karibik auf den etablierten Soul und Discosound in einer sehr smoothen Art und Weise („We’ve got to work together“) . Dig this!
Peter Hagen
http://www.hhv.de/item_178997.html
- Interpret:
- 20th Century Steel Band
- Label:
- Mr. Bongo / Indigo
- Stil:
- Soul Funk Disco Worldmusic Laitn







RSS Feed











...und was meinst Du?
Dein Kommentar:
Hallo,
Sag uns Deine Meinung!
Bist Du bei 1beat.de Registriert? Klick hier um Dich , oder erstelle einen neuen Account