Review

Aem 16 & Apfel – Schwarz / Wald

aem 16

Review:

Das Freiburg-Berlin Duo Aem 16 und Apfel sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und liefern einen schönen Nachfolger zum letzten Release „93“ von 2015.
Denn in der Zwischenzeit haben sie den Labelkatalog der Villinger Jazz-Spezialisten MPS durchforstet und in bester Madlib-Manier fleißig Samples gesammelt, um ein astreines Schwarzwald Konzeptalbum zusammenzuschustern. Durch die große musikalische Vielfältigkeit des Labels von Duke Ellington bis Ethno-Jazz klingt auch „Schwaz / Wald“ stark nach Fusion und Jazz-Rock. Dies passt sehr gut zu den meist düsteren Zeilen von Aem 16. Im Vergleich zu den bisherigen Veröffentlichungen wurden die Texte persönlicher und gefühlvoller gehalten und es ist nicht zu überhören, dass die Beiden wohl ganz gut im fernen Berlin gereift sind. Dabei schaffen es die Junges deepe Zeilen mit netten Wortspielen und schönen Cuts von Action Bronson bis Quasimoto zu verbinden, wobei die dunkle Atmosphäre gegen Ende des Albums aufklärt und dem Hörer doch noch einen Einblick in die Schönheit des Schwarzwaldes mitsamt Rotkäppchen und Co gewährt. Weiter untermalt werden die allgegenwärtigen Heimatgefühle durch bildstarke Videoveröffentlichungen zwischen Fichten und verlassenen Bushaltestellen und es zeigt sich weiterhin, dass die „Jungs aus der Schaft“ sich fleißig weiterentwickeln und mehr als Masken-Jüngling KUSO GVKI zu bieten haben.

Text: Mister Hu


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