Review

Alif Tree: Clockwork

Alif Tree: Clockwork

Seit zwei Jahren zaubert der Moodyman-Remix von Alif Tree’s „Forgotten Places“ überall auf der Welt, wo beseelte, tiefgehende Housemusik gespielt wird, ein Lächeln ins Gesicht des Clubgängers. Ohne die musikalische Grundlage des französischen Produzenten hätte diese detroitische Nummer nie diese Faszination bewirken können. Hier bestehen deshalb keine Zweifel, weil das Album „French Cuisine“ genau das dokumentierte, was bei Vielen als NuJazz verpönt ist.

Wenn man sich mal von der Diskussion um den Begriff „NuJazz“ löst, und sich wieder auf das fokusiert um was es eigentlich gehen sollte, nämlich gute Musik, dann kommt die neue Scheibe von Alif Tree gerade zur richtigen Zeit. Der zeitgenössische Trend, musikalische immer minimalistischer und elektronischer zu werden, bekommt hier ein weiteres, großartiges Gegenmodel geboten. Der Multiinstrumentalist lässt auf seine ganz eigenen Art und Weise akustische Sounds zwischen Jazz, Worldmusic und Pop mit digitalen Spielereien verschmelzen. Das Resultat, eine Blaupause futuristischer, jazziger Beats, darf man gerne in die Schublade der „Grower“- Werke stecken. Analog zum Jazzanova-Album „In Between“ eröffnet es dem werten Hörer erst nach mehrmaligen Eintauchen seine Genialität und Vielschichtigkeit. Und genau in der Tiefe dieses Werkes liegt der Zauber der es Inne hat. Tree definiert hier inspirierenden Pop und Jazz auf einer Ebene weiter, die definitiv, wie der Vorgänger, ein Anwärter auf die Plätze der Topalben für 2009 ist.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>