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Aromabar: Things got to change

Review:

Hat den jemals jemand verlangt, dass Roni Size, Ice Cube, Slayer & Dizzie Gillespie im Radio laufen sollen. Verdammt noch mal – NEIN. Kein Mensch. Faktum ist doch, dass man herkömmliches Radioprogramm schon sehr lange nicht mehr hören kann. Unzumutbar. Und wenn es kleine, aber feine Hoffnungsschimmer dann mal gibt – werden sie todgespielt, ja fast schon durch heavy heavy heavy rotation ausgeschlachtet. So geschehen aktuell bei „Valerie“. Hat wohl niemand Einsprüche. Ein Kompromiss wird nicht angestrebt. Jedenfalls landesweit nicht auf UKW. Da muss man schon auf das Internet ausweichen, weil es bei uns schlicht keine Piratensenderkultur gibt. Es gibt jedoch Musik die durch aus im Mainstreamradio gespielt werden könnte, bei der sich alle Seiten einige wären. Die Wiener Band Aromabar gehört hier sofort und unbedingt genannt.

Authentische, sehr gute und professionelle Popmusik mit der Affinität zum Experimentieren, die niemanden weh tut. Das umschreibt das dritte Album des geschmeidigen Vierers am ehesten. Da haben wir Lounge-Beats auf dem Titeltrack oder clubkompatible, gebrochene und beseelte Beats auf „Inner Child“, das eine nette Alternative zun amerikanischen R’n’B-Arschparaden bietet. Aber auch der flockiger Folk und flotter Funk haben ihre Songs inne, die aus einer Substanz bestehen, die das klassische Songwriting ausmacht – was bei vielen Kollegen fehlt. Nice one.

Peter Hagen

Releases:

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Interpret:
Aromabar
Label:
Infracom
Stil:
Jazz Freistil NuJazz Pop Modern R&B

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