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Basement Freaks: Something Freaky

Basement Freaks: Something Freaky

Man muss die Ignoranz der Printmedien nun wirklich mal aufbrechen. Es kommt einem fast das Gefühl, dass man in vielen so genannten Dance & DJ-Magazinen das gewissen Themen einfach grundlos abgelehnt werden. Liegt das an der Uninformiertheit der Autoren oder ganz einfach am Klüngel der Labels und Printmedien? Haben die Redakteure keinen Kontakt zu kreativen Djs und informierten Plattenhändlern? Es wird wohl eine Mischung aus allem sein. Niemand hat je verlangt, dass jedes Digital-Release abgefeiert und angepriesen werden muss – aber warum werden wirklich herausragende Produzenten einfach nicht beachtet?

Im Bereich „Funky Freestyle“ einem nie wirklich ausdefinierten Genre des Undergrounds, gibt es einige wirklich großartige Produzenten – die kaum Erwähnung außerhalb der Nerd-bzw.Insiderforen finden. Abseits des abflauenden Mashup-Wahnsinns haben sich Produzenten wie Kraak & Smaak, Smoove & Turell, Fort Knox Five oder Quincy Jointz einen Namen gemacht die Tanzfläche mit Remixen und Eigenwerken zu beglücken die sich als Modernisierer des herkömmlichen Funks sehen und dabei gerne mit allen möglichen Genres wie Reggae, Dub, Latin, HipHop, Electro, House oder Jungle flirten. Sampling und Live-Instrumentalisierungen gehen hier of Hand in Hand.

Der Grieche Geroge Fotiadis gehört zu den herausragenden Figuren dieses relativ jungen Genres. Unter seinem alter Ego Basement Freaks ist er nicht nur als DJ für schweißtreibende Nächte bekannt, sondern hat sich innerhalb der letzten Jahre einen überragenden Namen als Remixer und Produzent für Labels wie Good Groove, Sunset Soul, Wack Records, Bombastic Jam, Manmade, Funk Weapons oder Jalapeno gemacht. Auf letzt genannten Imprint bläst Basement Freaks nun zur großen Offensive dem Untergrundgenre ein Gesicht in Form eines Longplayers zu geben. Das heisst simple „Something Freaky“ und zeigt die facettenreiche Kunst des umtriebigen Ex-Kölners. Seine musikalischen Entwürfe haben alle das Prädikat „FETT“ verdient und switchen gekonnt zwischen der Old School und der Moderne zwischen harten Funkbreaks, dicken Basslines, knackigen Electro-Beats und ein Einflüssen von Disco, Soul, HipHop, Reggae und vielem mehr. Was von Labels und DJs wie Big M., Bomb Strikes oder Ghetto Funk massiv über die Tanzflächen zwischen Schweden, Holland, Australien, Deutschland und den USA geblasen wird, findet hier vorerst seinen Höhepunkt.

Man kann ihm nur wünschen, dass er sein modernes Funkfieber auch auf einige Käufer der CD, MP3 und Vinyl übertragen kann. Es wäre ihm mehr als zu wünschen. Wer das das als Post-Big-Beat abtun will, soll das machen – aber ein Album mit 12 so großartige Partygranaten zu erschaffen, muss erst einmal jemand nach machen. Dig this!

Peter Hagen

Das Album “Something Freaky” ist als CD und als MP3 auf Japaleno Records erschienen. Die Single “Something Freaky” gibt es als 12inch Vinyl und MP3.

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