bookmarken bei: Delicious Wong_star08 Stumbleupon

Big Shug: Otherside of the Game

Review:

Der loyalste Soldat der Gangstarr Foundation ist und bleibt Big Shug. Das suggeriert er nicht nur mit den Logos auf seinen Platten, sondern betont es immer und immer wieder. Premo ist und bleibt sein Mentor, auch wenn er auf seinem neusten Entwurf bei den vier Beats von DJ Premier nicht unbedingt die stärksten Banger bekommen hat. Das kennt man ja inzwischen seit vielen Jahren, dass der Premierminister aus dem Land der Beats zwar immer Qualität, aber nicht immer Überhits und rausballert. Da haben Joell Ortiz, Termanology, Reks, Jadakiss oder AZ in letzter Zeit wohl die besseren Teile bekommen. Nichts desto trotz ist Big Shug immer noch einer der alten, scheinbar unzerstörbaren Eastcoasthelden, die immer noch nach der alten Regel leben und arbeiten, dass Skillz entscheidend für einen HipHop-Künstler sind und nicht für Verkaufszahlen oder Statussymbole. Das beweißt er um ein weiteres Mal auf dem neuen Album „The Other side of the game“.

Auf den 16 Tracks vereint er sich mit alten Recken der New Yorker Schule (Freddie Foxx, Billy Daze, Blaq Poet) und neuen Wilden (Term, Singapore Kane) in gewohnter Zungenfertigkeit. Nicht überraschend ist, dass er einen Fick auf neue, musikalische Strömungen im HipHop-Zirkus gibt und sich klassischen Eastcoast-Sound von Moss, Premo, Lee Bannon, Purpose, Gemz und Jay Quest zu Recht schustern hat lassen. Alle Produzenten haben wieder gekonnt und natürlich auch oft gehört, Soul-Samples bearbeitet und knackige Beats, die auch gerne mal direkt in die Fresse gehen dürfen, gebastelt.

Songs wie „The Meaning of Hardcore“ oder „Bring it back“ thematisieren das natürlich auch auf Massivste. Natürlich ist das alle nicht neu und man hat es so oder so ähnlich schon des Öfteren gehört. Die Stimme aus Bosten weiß aber durchaus immer noch zu überzeugen. Gerade auf Songs wie intensive „Protection“ oder das autobiografische „Murdapan“ gibt’s HipHop einer scheinbar vergangen Zeit, deren Magie heute noch wirkt – bestimmt auch auf Heads die nicht in den 90ern jung waren. Und seit Skyzoo, Torae, Term und Joell gibt ja deutliche Anzeichen, dass diese Sorte an Rapmusic wohl doch nicht so vergessen und tot zu sein scheint. Der Fan freut sich hier jedenfalls definitiv über ein dickes, klassisches Album ohne Ausfälle. Die anderen Heads dürden sich im pluralistischen Knoten der sich HipHop nennt, durchaus überreden lassen die Scheibe mal anzuchecken. Wir auch immer: Pure Boom Bap –Verzückung.

Peter Hagen

Releases:

Af0899ce63aa98a8b2b75aef03afea6b_normal
Interpret:
Big Shug
Label:
Team Shug
Stil:
Hip Hop

Jetzt probehören und kaufen!

Als Vinyl kaufen



Community


...und was meinst Du?

Dein Kommentar:

Comment_arrow

Hallo,
Sag uns Deine Meinung!

Bist Du bei 1beat.de Registriert? Klick hier um Dich , oder erstelle einen