Review

Blitz the Ambassador – Diasporadical

dia

Review:

Wenn mich ein Label in den letzten 5 Jahren am meisten begeistert hat, dann Jakarta Records aus Berlin/Köln. Was hier an Leidenschaft für kleine, unabhängige Künstler hingesteckt und letztlich veröffentlicht wird ist immer wieder imposant. HipHop, Instrumentals, orientalische Rare Groove oder Future Bass – es gibt nichts was dieses Imprint nicht entdeckt und an die Oberfläche fördert. Dazu gehört auch schon sehr lange der visionäre Sound von Blitz the Ambassador, der immer wieder HipHop als Grundlage für seine musikalischen Reisen nach Afrika, Mittel- und Südamerika benutzt. Auch „Diasporadical“ So sind die Eckpfeiler klar eine Fusion aus Accra, Salvador Bahia und Brooklyn. Dabei arbeitet er gerne mit Live-Instrumentalisierung als Ergänzung zu seinen programmierten Beats. Der warme, organische Sound bildet die Grundlage für seine reflektierten, sozialkritischen Texte. Natürlich gibt es auch klar Primer für die Heads wie „Heaven“. Die kultur-historischen Bezüge zum Land seiner Vorfahren („Awake“) verarbeitet Blitz mit seinen Produzenten zu einer beachtenswerten neuen Version von klassischer RIOT MUSIC. Die Eckpfeiler seiner Sozialisation, Fela Kuti und Public Enemey, hört man deutlich. Dieses Album atmet einen erfrischenden Mut sich Kraft aus den Klängen der Vorfahren zu holen und etwas eigene daraus zu basteln. Die Idee klassischen HipHop mit zeitgenössischen afrikanischen Klängen zu verbinden ist nicht neu, aber auf diesem Album extrem gut umgesetzt. Dabei halfen ihm IAMNOBODI, Tumi, Akua Naru, Kamau, Patrice, M.anifest und Somi. Das ist definitiv eines der besten Album des Jahres!

Text: Peter Parker


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>