Review:
Die Balkanbeat sind nicht erst seit Shantel in Deutschland angekommen. Weltweit experimentieren Produzenten mit Folklore, Gipsy Jazz oder jüdische Klezmer mit Blues, 60s Surf-Rock, Pop, Funk aber auch Electro und HipHop zu mischen. Erfrischend wie das Mittelmeer im Frühjahr ist dem zu Folge auch die Mixtur. Lebensfrohe Tanzmusik die keine Grenzen haben möchte. Hat sie diese doch von den weltpoltitischen und gesellschaftlichen Strukturen zu Genüge. Die Kapelle BOOM PAM aus Tel Aviv schafft die Barrieren ab und baut aus diesem Arbeitsethos ein globales Konglomerat aus tanzbaren und melancholischen Klängen die scheinbar dazu im Stande sind, was die festgefahren Politik seit Jahren nicht schafft: Ost und West vereinen. Nahezu wahnwitzig wie sie dieses tanzbare Gebräu, aus griechischen, romänischen, ungarischen, russischer, arabischen, balkanischen und jüdischen Einflüssen zusammenmischen und dabei eine unglaubliche positive Energie auf den Hörer transportieren können. Viele kennen ähnliche, musikalische Exkursionen aus der „Russendisko“. Unter diesem Aspekt ist es schon Pop(uläre)-Musik, jedoch hat sie allen andere voraus, dass sie einfach noch unberührter und unkonventioneller ist. Das macht das Herz, den Charme und die Mitte dieser ansteckenden Musik aus. Die Schublade “World Music” reicht hier ja fast nicht mehr.
Peter Hagen
Trackliste:
| 1. | Ushest | |
| 2. | Shayeret harohvim | |
| 3. | Krai dunavsko | |
| 4. | Marylyn Jones | |
| 5. | Ay carmela(Instrumental) | |
| 6. | Ani rotse lazuz | |
| 7. | The Wedge | |
| 8. | Longa sultaniyegah | |
| 9. | Chervone corale | |
| 10. | Boom Pam | |
| 11. | Ay carmela | |
| 12. | Dalida(Video) | |
| 13. | Ay carmela(Video) |
Amazon CD