Review

Brandt Brauer Frick – Joy

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Review:

Brandt Brauer Frick haben sich seit 2008 einen Namen mit ihrer Techno-Interpretation als klassisch ausgebildetes Trio gemacht. Nun veröffentlichen Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick nach zahlreichen Live-Performances in weltweiten Clubs, der Kölner Philharmonie, sowie auf großen Festivals wie dem Glastonbury, Coachella und Montreux Jazz ihr drittes Studiolbum „Joy“.
Erstmals fokussieren sie sich hierbei auf die Zusammenarbeit mit einem Sänger auf Albumlänge. Zudem werden neben dem kanadischen Vocalisten und Poeten Bear Sheppard neue musikalische Einflüsse an die Oberfläche gebracht. Diese ergänzen ihre markante Dance-Musik durch zahlreiche Facetten aus Krautrock, Indie, sowie New-Wave, welche ihre Definition des Leitthemas Freude in vielen verschiedenen Bahnen und Nischen akustisch illustrieren.
Hierdurch schaffen es die drei Berliner ein abwechslungsreiches Album über Freude fern ab von gängigen Klischees über !K7 Records/ Because Music/ Warner Music herauszubringen, wobei man nicht mir poppiger Euphorie rechnen darf, sondern man mit vielen eher melancholischen Parts überrascht wird. Diese steigern sich mit einem großen Repertoire an akustischen Instrumenten, sowie Streichern und Bläsern über komplexe Drums in den einzelnen Songs zu einem fesselnden Hörerlebnis. Somit ist „Joy“ ein sehr stimmiges Werk, welches sich meist jedoch außerhalb der Tanzfläche bewegt und eher zum philosophieren, als zum Feiern einlädt.

Text: Henrik Hu


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