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Brixtonboogie: Urban Blues

Brixtonboogie: Urban Blues

Wie sollte eine moderne Version von Blues aussehen? Die Umsetzung solcher Konzepte, einer Art Modernisierung haben sich schon einige getraut. Gelungen war es nicht immer. G.Love & The Special Sauce kommt einem da sofort ins Gedächtnis. Der begeisterte schon vor mehr als zehn Jahren mit seinem rohen Straßenblues und einer unkonventionellen Art HipHop, Funk und Jazz hineinfließen zu lassen. Der Hamburger Produzent Krisz Kreuzer hat seinen Blues 2.0 gebastelt weil er ihm am Herzen liegt und ihn in seiner musikalischen Sozialisation geprägt hat. Die urbane Version seiner extra hierfür gegründeten Combo flirtet auch mit zeitgenössischen Strömungen. HipHop und elektronische Elemente fließen immer wieder in die Soundkonstrukte mit ein und wirken sie aufgesetzt, sondern fusionieren zu einem sehr abwechslungsreichen und unterhaltsamen Groove. In wie weit das hier und da noch wirklich Blues relevant ist, muss der Hörer für sich entscheiden. Dem kreativen Reichtum und Fluss tut das keinen Bruch. Kreuzer hat hier hörbar viel Herzblut reingelegt und mit „Hey hey“ oder „Coming home“ doch noch einen nostalgischen Rückblick gewagt – und die beiden Stücke sind auch die blusigsten und somit auch die gelungensten Songs auf dem Album. Mit Mascha Litterscheid, Natalie Dorra, Trina Hamlin, Wayne Martin, Bryan Sanders, Black Hatten, Leo Slater und sogar den Golden Gospel Singers hat einen ganze Armada hochwertiger bzw. stimmgewaltiger Kollegen mit ins Boot geholt, die diese Platte zu einem runden Ergebnis geführt haben.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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