Review

Brotha Lynch Hung: Dinner and a movie

Brother Lynch Hung: Dinner and a movie

Im HipHop gab es schon immer große Figuren die die Kunst beherrschten sich in eine andere Figur zu verwandeln und deren Sicht zu rappen. Biggie Smallz könnte man hier als sehr passendes Beispiel nennen, als er einen Song schrieb in dem er detailliert über die Gedankenwelt eine psychopathischen Mörders sprach. Vielleicht hat gerade bei diesem genialen Song ein gewisser Brother Lynch Hung zu gehört um sich eine massige Portion Inspiration abzuholen. Der Rapper aus Sacramento durchlebt mit „Dinner and a Movie“ in jedem Song auf dem Album eine neue Szene aus einem Horrorfilm oder Thriller. So wird die Platte zu einem unterhaltsamen Flug durch die Phantasiewelt eines mit Skillz heftig beladenen Künstlers, der von TechN9ne genau aufgrund dieser Fähigkeiten gesignt wurde. Offensichtlich hat hier jemand tatsächlich die Motivation eine flache und tausendmal dargestellte Gangsta-Attitüde mit etwas Einfallsreichtum aufzuwerten. Dass der junge Mann einen derben Flow hat, der durchaus an Ludacris erinnert, schadet hierbei natürlich nicht. Wer früher von Snoop’s „Murder was a case“ angefixt war, liegt hier auch über zehn Jahre natürlich goldrichtig. Da geht was im Westen.

Peter Hagen

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