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Buraka Som Sistema: Komba

Buraka Som Sistema: Komba

Spartanische Electrobeats und Rap aus Angola (Kuduro), indisch-britische Dancebeats (M.I.A), B-More Crazyness, NuCumbia, Dancehall Digital und Dizzy Rascal. Da kommt keiner mehr mit, der nicht wirklich tief in der Materie ist – aber auch Clubmusik ist globalisiert bzw. hat immer mehr den Anspruch der Globalisierung einen Soundtrack zu geben. Hier schadet es wohl weniger, als dass es nutzt. Zwischen Millionen von Soundclouds vernetzen sich Musiker, Beatbastler, Sänger und MCs. 2011 ist alles möglich. Electro & Rap flirten wie nie zuvor miteinander – nicht nur dank Spank Rock oder A-Track. Traditionelle Töne finden eine Auffrischung, nicht nur in Südamerika.

Was bis vor ein paar Jahren für unhörbar galt, ist jetzt hipp. Das heisst natürlich auch, dass nicht alles dann auch hörbar ist. Global Beats sind, sofern sie gut gemacht sind, der heiße Scheiss. Jene Parties die Jungle, Balkan, Reggae & Afrobeats mit HipHop und Funk aufpimpen – rocken überall auf der Welt und finden eine oft vergessene universelle Formel für die gemeinsame Feierei.

Dass das vermeintliche Jahreshighlight dieser Bewegung nun gerade aus dem Krisen geschüttelten Portugal kommt, mag ein Wink des Schicksals sein. Ist ja auch egal, weil Buraka Som Sistema machen die optimale Welt umarmende Fusion in ihrer Musik – und diese ist extrem tanzbar. Die Big-Names wie Diplo und Sinden hatten das Talent der Gruppe früh entdeckt und supportet. Monströse Basswaben, Voodoo-Sounds, 808-Drums und die charakteristischen Off-Beat-Grooves passten den Großmeistern der globalen Soundverschraubung perfekt ins Konzept. Zwischen Baile-Funk, schwedischen Electro-Stompern, brachialen Dubstep-Welten und überdrehten Dancehall-Riddims fanden sich die portugisische Kuduro-Updates wieder. Der Deal für Sony Music folgte. Das Resultat ist 12 Tracks schwer und wird sicherlich richtungsweisend sein.

Peter „Parker“ Hagen

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