Caspa: Everybody's talking, nobody's listening
Review:
Dubstep hat sich nur endlich aus dem Schattendasein etwas bereit. Aktuelle Technoproduktionen wie die von Ricardo Villalobos flirten sogar heftig mit den Dubstep, der durch Protagonisten wie Burial, Benga oder Skream auch auf Albumlänge etwas bewegen kann. Bisher sind die Dubstep-Produzenten jedoch nur sehr selten dazu gekommen ihre Kunst auf die Länge eines ganzen Album zu zeigen. Eine Szene Shoutingstar namens Caspa will es den großen und oben genannten Fricklern jetzt nachmachen.
In Westen Londons aufgewachsen wurde der leidenschaftliche und hochtalentierte DJ mit Jungle, Reggae und HipHop sozialisiert. Die sagenumwobene Mixtur des UK-Garage zwischen House, Drum’n’Bass und Grime hat er schon früh verinnerlicht und hat bereits in jüngsten Jahren schon die Turntables als Spielzeug und Fruity Loops als Übungsprogramm zum Beats basteln für sich entdeckt. Unter dem Projektnamen Quiet Storm gelang ihm 2003 der erste Achtungserfolg. Das Label Dub Police gründete er daraufhin, um Dubstep eine Plattform zu geben. Parallel dazu hatte er als Caspa auf dem etablierten Label Tempa Records einen beachtlichen Hit, der ihn unter den D’n’B-DJs bekannt machte. Die Krönung fand dann 2007 im legendären Fabric in London statt. Dort schrieb er mit seinem Set im Tagteam mit Labelpartner Rusko Geschichte – weil er die 37. Folge der FabricLive mixen durfte. Ein Ehre, wenn man bedenkt, dass das vorher so Genregrößen wie Fabio, Grooverider oder Craze gemacht haben. Seit dem steht sein Telefon nicht mehr still und weltweite Bookings gehören zur Tagesordnung.
Auf den 13 Tracks seine Albumdebüts setzt er seine Vision von elektronischen Riddims um. Dabei reitet er durch Basswelten, die gerne mit Reggae, respektiv Dub, verwurzelt sind und immer wieder den Jungle unter Kontrolle halten. An die konzeptionelle und ausgebuffte Genialität der Genremeister Burial und Skream kommt er damit jedoch noch nicht dran – zeigt aber auf den 13 Tracks definitiv, dass er zukünftig nicht nur als DJ in der ersten Liga mitspielen will. Besonders sein wehmütiger Rückblick „Back to 93“ sollte man gehört haben. Die typisch dreckige Grundstruktur des London Pirate Sound ist hier etwas zurückgestellt jedoch nie steril oder kalkuliert. Dazu hat er sich kongeniale Partner am Mikrofon wie Dynamit MC, D1, Rod Azlan, Uncle Sam und Beezy ausgesucht.
Peter Hagen
Tracks:
- 01. Intro - David Rodigan Speech
- 02. Low Blow
- 03. The Takeover Feat. Dynamite MC
- 04. Marmite
- 05. Riot Powder Intro Feat. Rod Azlan
- 06. Riot Powder
- 07. Lon-Don City Feat. Uncle Sam
- 08. The Terminator
- 09. Rat-A-Tat-Tat Feat. Dynamite MC
- 10. Victoria's Secret Feat. D1
- 11. I Beat My Robot
- 12. Disco Jaws Feat. Beezy
- 13. Back To '93
Releases:
- Caspa: Everybody'S Talking,Nobody'S Listening, VÖ: 8. Mai 2009







RSS Feed











...und was meinst Du?
Dein Kommentar:
Hallo,
Sag uns Deine Meinung!
Bist Du bei 1beat.de Registriert? Klick hier um Dich , oder erstelle einen neuen Account