Chris Joss hat seine Vorlieben und hat diese, gepaart mit seinem Talent als Produzent und Beatbastler schon einige Male unter Beweis gestellt. Sein wirkliche Vorliebe ist vor allem das Experimentieren mit exotischen Sounds. Eingebete in eine bunte Knallfroschpackung aus Vintage Soul, Future Funk und einer geballten Portion Dub-verschmuster Bässe und Downbeats. Die Vorgänger „Dr.Rhythm“ und „”The Man With A Suitcase” haben immer wieder seine frische und unverbrauchte Art an neue Grooves zu basteln dokumentiert. Auf seinem neusten Werk „Teraphonic Overdubs“ kann man wieder in die abenteuerlichen Soundexpeditionen des Franzosen eintauchen. Hier werkelt er um seine Downbeats ein Meer an Streicher, Woodblock- u. Cowbell-Rythmen, indische Klänge von Flöten und Sitars sowie erstaunlich pyschodelische Orgelsounds. So passt diese Scheibe auch wie die Faust aufs Auge zu dem Label Eighteenth Street Lounge Music, welches von den etwas populäreren Kollegen Garza & Hiltion, besser bekannt als Thievery Corporation, geführt wird. Diese so ausgeprägte kreative Ader macht „Teraphonic Overdubs“ zu eine MUST HAVE für Freunde des Kaffeehaus-Lounge-Sound. Man darf sicher sein, dass das nicht das letzte sein wird, was man von Joss hören wird.
Peter Hagen (Jazzriots)