Bei seiner Stammkapelle Death Cab for Cuties fällt dem 33-jährigen Gitarristen wohl eher die Rolle des “Cutie” zu. Und bei manchen Songs seines Solo-Erstlings ist man schon versucht zu sagen: “Ist der süß!”. Aber das soll jetzt nicht abwertend gemeint sein. Im Gegenteil, Walla, bei DCfC für eher sanfte Gitarrenarbeit bekannt, lässt es mitunter richtig krachen. Das Album mit seinen Dutzend Indiepop-Perlen hat der Mann aus Portland/Oregon selbst bis auf das Schlagzeug selbst eingespielt. Chris Walla, als Producer und US-Girlsoap-Cameo nicht gerade erfolglos, hat mit diesem atmosphärischen, fantasievollen und teilweise recht engagierten Album seiner Persönlichkeit eine Facette hinzugefügt. Er ist eben doch mehr als nur ein “Cutie”…
Jo Neckermann