“A clutch player generally refers to someone who succeeds in pressure situations…one who does well with the game on the line.” Wie man an dieser Erklärung sehr schön sehen kann, macht der Künstlername durchaus Sinn – was ja nicht immer der Fall ist bei HipHop-Acts. Der 29jährige Franzose ist bereits der zweite Europäer (nach dem Holländer Nicolay) der BBE-Mastermind Pete Adarkwah mit seinen Beats überzeugt und gesignt wird. Adarkwah, seines Zeichens Dj alter Schule, hat eine offensichtliche Liebe für HipHop, der nach dem aus der Mitte der 90er Jahre gleicht. Geerdet sind die Beats des Parisers wie Pete Rock-Beats zu Cl Smooth-Duo-Zeiten. Die Samples und der ganze Aufbau, die Seele des Grooves, erinnern sofort an die goldene Ära mit all ihren Helden. Nostalgie schwirrt aus jeder Zelle dieses sehr gelungenen Debüts – jedoch ist es auf diesen Faktor keineswegs allein reduziert. Man darf durchaus frischen HipHop hören, der allein schon von der imposanten Gästeliste unterstrichen wird. Untergrundheroen wie Wildchild & M.E.D (Stone Throw), Doujah Raze und Mister-immer-Dope Sean P. aus dem Bootcamp-Zirkel. Daneben spittet der fast vergessene Prince Po neben Shabaam Sahdeeq und Sene noch ein paar Bars zum Besten. ,,The Atlantic Connection” ist ein gleichwertiger Nachfolger zu dem Werk von Nicolay und seinem Foreign Exchange Projekt. Derbe europäische Beats mit dem Hang zum klassischen Material als Brücke zu den amerikanischen Mikrophoncheckern – Das passt alles. Definitiver HipHop-Longplayer, den man (2007) gehört haben sollte.
Noch mehr, wenn man sowieso auf “Moment of Truth” oder “The Main Ingredient” hängen geblieben ist.
Peter Hagen (Jazzriots)