Cornadoor: Without Restrictions
Review:
Reggae ist und bleibt für viele der Sommersound überhaupt. Gerade in Europa ist Reggae und vor allem Dancehall und zum kleinen Teil auch Dub in den letzten Jahren auch größer geworden und aus der vermeidlichen Musikrandgruppe ist teilweise eine richtige Bewegung geworden, die nicht nur Jugendliche verfolgen. Das liegt natürlich vor allem an der steigenden Qualität des Nachwuchses des Genres. Der Bielefelder Künstler Cornadoor ist einer dieser Nachkommen Gentlemans. Sozialisiert durch die Plattensammlung und Musikbegeisterung des Vaters interessierte er sich früh für die Musik, Kultur und Sprache (Patois) der Karibik und besonders von Jamaika. Der Reggae-Virus trieb ihn dazu seinen Traum zu verwirklichen und selbst Musik zu machen. In lokalen Bands und Soundsystems fand er sein Glück und die Bestätigung richtig zu sein. Die ersten professionellen Schritte wurden auch gleich von Fachblättern wie der angesehnen Riddim honoriert. Eine gute Stimme, Intonation und eine Gefühl für die Musik reicht jedoch nicht aus um etwas Besonderes zu schaffen. Deshalb sei hier erwähnt, dass der junge Mann aus Ostwestfalen auch ein ernstzunehmender Songwriter ist, der vor keinen brisanten Themen wie Krieg, Armut, Korruption oder Glauben halt macht. Auf „Without Restrictions“ legt der Musiker den Schwerpunkt vermehrt auf Roots Reggae und was kann man im Sommer 2010 mehr wollen als so ein gelungenes Album?
Peter Hagen







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