Jonathan Radford, ein junger britischer Produzent sorgt seit einigen Jahren mit seinen Werken für Aufsehen. Ganz im Sinne des Eklektizismus liebt und lebt er es seinen Produktionen einen open-minded Gewand aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen anzuziehen. Jazz und Funk sind seine Haupteinflüsse. Im Gegensatz zu den aktuell viel gehörten Stücken, die sich gerne an alten Werten orientieren – schließt er das nicht gänzlich aus, möchte jedoch eher eine Brücke zu den modernen dancefloor breaks, die auch in bestimmten Kreisen als NuBreaks oder NuFunk tituliert werden, schlagen. Radford ist inzwischen kein unbeschriebenes Blatt mehr in dieser Szene und genießt einen hervorragenden Ruf. Eine Werksübersicht mit all seinen Remixen gibt es nun auf Freestyle Records. Infektiös-tanzbar ist dieses Kompaktpaket definitiv. Musikalisch hat es sehr viel zu bieten.
Lebhaft switchend zwischen Broken Beats, Latin Grooves, HipHop und Funk tänzeln Radford’s Kreationen durch die 14 Tracks. Aufgefüllt mit polyrhythmischen Tendenzen des ehrwürdigen Afrobeat schmiegen sich seine Entwürfe immer respektvoll am Original und fügen doch immer die ganz spezielle „Diesler“-Note hinzu. Das Branding steht. So kann man kein Stück wirklich hervorheben. Die Bearbeitungen von Tunes für The New Mastersounds, Kokolo, Aiff oder Unity dürfen alle sofort das Prädikat „hochwertig und extrem tanzbar“ bekommen.
Als Schmankerl gibt es noch Remixes von Lack of Afro, Jazzinvaders und Deela für Herrn Radford’s Originale. Es darf getanzt werden meine Damen und Herren.
Peter Hagen