Dimitri From Paris ist eine absolute Institution als DJ. Der Name steht für großartige DJ-Sets die oft seinem Branding zum Opfer fallen. Er steht wie kein anderer Plattendreher für DISCO MUSIC der 70er und 80er Jahre – leg jedoch auch gerne die Jazz, HipHop, Soul, Funk und exquisiten House auf. Er beeinflusst die Leute hinter dem Zirkel um Daft Punk und Cassius, genauso wie Air oder Etienne De Crecy. Tatsächlich waren es aber seine Radioaktivitäten der französischen Hauptstadt die ihm zu Ruhm und allgemeiner, bis heute ungebrochener Respektbekundungen kommen lassen. Hier hatte der bekennende Vinylfetischist einen Ort seinen Groove aus allen Genres der schwarzen Musik auszuleben. Schon bald galt er als gerngebuchter Gast auf Partys und in Clubs – erst landesweit, dann weltweit. Dieser Buzz hat bis heute nicht abgebrochen. Dimitri Superstar. Tokyo, London, Toronto, Berlin, Sydney…die Welt liebt es mit dem Spezialisten in seine unbeschreiblich große Plattensammlung einzutauchen. Egal wo und was er schwerpunktlastig spielt – der Dancefloor hat Dimitri in sein Herz geschlossen. Wie sollte es auch anders sein, bei soviel Leidenschaft – vorrangig für Disco-Tunes, die fast niemand kennt – geschweige denn besitzt. Rar und exklusiv. Das sind die Attribute wofür der Pariser steht – nicht erst seit seinen unzähligen Compilations & DJ Mixe, die er inzwischen auf Scenic Recordings, Defected, BBE oder SuSU Music veröffentlicht hat. Von den Massen an Remixen ganz zu schweigen. Und da war doch mal auch was mit Hugh Hefner….Playboy. Kult.
BBE, hat bereits auf ,,Kings of Disco”, neben Joey Negro, auf Dimitri’s vorzügliches und kompetentes Wissen und Händchen gesetzt. Eine viel versprechende Kombination mit dem Londoner Vorzeigelabel zeigt auch die erneute Zusammenarbeit für ,,Disco Cocktail”. Hier zeigt Dimitri wie man im Alten sehr viel Neues entdecken kann. Discoboogie mit den Anleihen zu Jazz oder Bossa. Keine Primetimetunes wie auf dem letzten Sampler. Sehr gediegene, oft nie zuvor gehörte, sehr groovige Sounds findet man hier. Die Ära von 1976-1979 soll damals unter DJs ,,Sleaze” genannt worden sein. Genau dieses Subgenre von Disco versucht Dimitri hier vorzustellen. Indie-Produktionen die heute wirklich fast vergessen sind und immer noch große Wirkung auf den ,,Wiederentdecker” bzw. den Hörer haben kann. Cindy Rodriguez, Serenade, Paul Mauriat Plus – nie gehört?! Obwohl du dachtest, du kennst dich im Disco & Funk-Bereich aus?! Bitte sehr – once again: you have to learn.
Peter Hagen (Jazzriots)