DJ Deep pres.: City to City Vol. 3
Review:
Wenn man eines auf diesem Sampler nicht findet, dann sind es „Mainstream-Tunes“ oder stark auf den strickten Kommerz ausgerichtete Tracks.
DJ Deep, eine feste Größe der französischen, vor allem aber internationalen Deep-House Szene, packt für die dritte Auskopplung der City to City Serie die derzeit heißestens Tunes zusammen, was die Deep-House und „Underground“ Szene von Detroit, Chicago und New York hergibt. Und das hört man auch.
Dubby, elektronisch, 80iger-typisch und teilweise auch etwas düster kann man sich die Szene nur all zu gut ins Bild holen. Paradebeispiel, M+M mit der „M+M Theme“. Dieser Track holt die 80iger Jahre zurück kombiniert diese mit einer schönen Baseline und groovigen Synthies. Ganz anders Marcel Dettmann und sein Track „Apron“. Treibend, düster, schwer, mit leichten ACID Einflüssen zieht er den Hörer in eine lange, nicht endende Nacht in…After-Hour ich komme. Deep kann alte Undergroundscheibe vorstellen und sie nahtlos mit neuen spannenden Produktionen verbinden.
Einen negativen Beigeschmack hat die Scheibe, leider auch keinen so Geringfügigen, dass man darüber hinwegsehen könnte. Bei vereinzelten Tracks lässt die Qualität der Tonspuren doch zu wünschen übrig. Zu blechern klingende Snares, zu dumpfe Gesänge und Bässe, teilweise ein zu starkes Rauschen beim Abmischen, also zu viel um es als „gewollt“ darzustellen. (Bsp. Track 7 – „Is this dream for real“)
Sieht man jedoch darüber hinweg, erhält man einen hörenswerten Ausflug in den Untergrund der Deep-House-Szenestädte. Sicher nicht jedermanns Sache, aber die Freunde dieser Soundkultur werden mit Sicherheit Ihre Freude mit dieser Scheibe haben, auch wenn ca. 20% der Tracks in Ihrer Tonqualität schwer verbesserungswürdig wären.
Torsten Häussler







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