Review:
Bereits in den 80er Jahren hat Graham B. House-Parties in Amsterdam organisiert. Er gehört seit fast 20 Jahren zu dieser außergewöhnliche Art von Aktivisten die etwas bewegen und sich von Genrekonventionen davon abhalten oder bremsen lassen. Als DJ und als eine Hälfte des Produktionsduos Jazz Juice hat er sich diesen Ethos beibehalten. Bei all dem eklektischen Allerlei hört man seine Passion für Samba (Brazil) & Latin Music heraus, die er gerne mit modernern, respektiv elektronischen, Sounds mischt. Gerade in Vereinigten Königreich der Queen stoßen solche freigeistlichen Groove-Experimenten auf heftige Gegenliebe. Radiohelden wie Gilles Peterson oder Patrick Forge sind bekennende Fans dieser Kunst.
Nun hat es Graham B. endlich geschafft einen Longplayer fertig zu stellen.
Den bereits seit 2005 rotierenden Tanzflächenhymnen „Riot in Rio“ / „Sambamadness“ folgt nun ein Feuerwerk bunt-fröhlich zusammen gewürfelter Grooves die wegen ihrer Vielfältigkeit kein Paradoxon bilden. Reggae, Ska, House, HipHop, (Baile)-Funk – der umtriebige Holländer beherrscht sein Handwerk und schafft es seine spannenden DJ-Sets im heiligen Auftrag der Liebe zu globalen Sounds auf das Album zu transportieren.
Und es darf getanzt werden, Ladies. Wundervoll wie „No room for chairs“ ansteckend ist. Eine Platte mit einem höheren „Feel good“-Faktor soll erst einmal jemand produzieren.
Peter Hagen
Trackliste:
| 1. | N'tings | |
| 2. | Oye mir ritmo | |
| 3. | Sao Paolo skank | |
| 4. | Disco jazz | |
| 5. | Sambamadness | |
| 6. | Baile conmigo | |
| 7. | Down down | |
| 8. | It's alright now | |
| 9. | Unidose | |
| 10. | Cavagogo | |
| 11. | Mashed P's | |
| 12. | Mad mex |
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