DJ Koze ist ja ein lustiger Typ. Das weiss man ja inzwischen. Dass er eine unglaubliche Partymaschine als Plattenleger ist, dürfte und sollte sich auch schon zwischen Basel und Berlin und darüber hinaus herumgesprochen haben – allein schon wegen der unzerstörbaren Zuneigung der Leser der Spex und Groove, die ihn Jahr für Jahr zum DJ des Jahres wählen. Er muss also kaum mehr vorgestellt werden. Wer sich seit einiger Zeit mit elektronischer Musik beschäftigt, kommt an ihm sowieso nicht vorbei. Er hatte sich in den letzten Jahren mit Produktionen und Remixen zwar etwas zurück gehalten, dass hat jedoch die Qualität immer oben gehalten. Nehmen wir z.B. den auch hier vertretenen Italo-Disco-Update-Remix „Minimal“ von Matias Aguayo. Glückseeligkeit. Jawohl, Koze hat keine Angst vor Vielfältigkeit und neuen Dimensionen. So ist sein Mix für Noze wunderschöner und blütenweiser Pop. Die Bearbeitung von Lawrence’„Rabbit Tube“ will dann auch sogleich zeigen wo der Basshammer auf der Tanzfläche hängt, nämlich TIEF! Und da wäre noch das fantastisch hoch schwebende „Elementary lover“ von Matthew Dear, bei dem Koze in seinem Remix zeigt wie Pop & Electro verschmelzen und ein Sample eben nicht stört. „Reincarnations“ ist eine elementare Zusammenstellung an Musik aus Koze’s Feder.
Peter Hagen