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DJ Quik & Kurupt: Blaqkout

DJ Quik & Kurupt: Blaqkout

Es gab einige Sommer deren Soundtracks von DJ Quik gebaut und dominiert waren. Als 1991sein Debüt „Quik is his name“ erschien, wurde die geschmeidigste Form von Gangster-Rap manifestiert. Diese Formel wurde lange Dr.Dre zu geschrieben, der aber erst ein Jahr später mit „The Chronic“ um die Welt rollte. Quik’s „Save and Sound“ und „Rhythm-all-ism“ gehören zu den wichtigsten Werken der Westküsten.

Dort wo die Tiefe Verbundenheit zu klassischem Rhythm & Blues und die Attitüde der Straße aufeinander trafen, gehörte die Aufmerksamkeit in den 90ern meistens dem rappenden Produzenten aus Kalifornien. Heute sind diese Platten noch unter dem Prädikat „zeitlos“ zu verbuchen – auch wenn eigentlich alles immer über die Death-Row-Releases fixiert war. Quik bastelte Werke für die Ewigkeit. Bis auf ein paar Beats für Mausberg, Snoop, Xzibit und Kweli war das Dasein von Quik eher sekundärer. Selbst das großartige „Justify my thug“ auf Jigga’s Black Album brachten ihn nicht wirklich wieder ins Spiel der ganz Großen zurück.

Gute Musik hat er seit jeher gemacht. Nur war sie irgendwann und irgendwie nicht mehr relevant genug. Er musste sich vor allem auf seiner letzten Scheibe „The Fixxers“ (mit AMG) gefallen lassen, dass nur die traditionelle Verbundenheit und das Altbewährte nicht mehr ganz reichen. Dass er immer noch satten Sound produziert steht außer Frage. Der Mut etwas wirklich Neues zu machen, fehlt ihm genauso wie DJ Premier – nur das sein Ostküsten-Pendant immer wieder Bomben bastelt, an denen man nicht vorbei kommt.

Genau das ist Quik auch 2009 mit „Blaqout“, seiner Kollaboration mit dem ebenso legendären MC Kurupt, nur bedingt gelungen. Bei Stücken wie „Whatcho won do“ oder „Ooh“ hat er versucht neue Soundelemente auf zu nehmen und seine Synthies neu auszurichten. Hier gilt aber leider für die gesamte Platte, dass analog zu den Raps des Dogg Pound-Veterans, beide schon bessere Tage gesehen haben. Das ist alles irgendwie so substanzarm und fast überflüssig wie eine weitere nichts sagende Warren G.- Scheibe – die ja auch vor der Tür steht.

Peter Hagen

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