Double U: Pineapple Dream
Review:
Lo-Fi Dreampop. Noch nie gehört? Franck Rabeyrolle, besser bekannt als Double U, hat inzwischen fünf Alben produziert, mit denen der Pop auf einer sehr leichte und geschmeidige Art auf einem Niveau platziert hat, das a) wenige erreichen und b) deshalb wohl sein eigenes Genre dazu definiert hat. Die Bezeichnung „Lo-Fi Dreampop“ ist sehr gut und treffend gewählt. Verträumte Melodien werden in dichte Soundteppiche gewoben. Der Franzose hat ein Gefühl dafür wie man in die Tiefe geht und fügt sein offensichtliches Wissen über Folk und Pop in eine Prise elektronische Klangsequenzen ein. Organische Texturen treffen hier locker und leicht auf melancholischen Pop mit dem gewichtslosen Electro für die Moderne. „Pineapple Dream“ ist das Debüt auf Wool Recordings hat auch hier und da eine Tracks dazu aufzubauen, dass er wie ein altes Pink Flyod-Abenteuer wirkt und den Hörer in seinen (sehr entspannten) Kosmos zieht. Freunde von Sterolab oder Yo La Tengo werden hier ein feuchtes Höschen bekommen. Es hat nie jemand behauptet, dass man nicht Massive Attack und Neil Diamond gleichzeitig hören kann. Folkelectronica ist also die Musik für den Herbst. Die Sonar Kollektiv-Sampler „Secret Love“ hat diese Thematik ja schon vor einigen Jahren vorgestellt. Double U hat sie weitergeführt. Irgendwie ist die Platte auch wie ein heisser Tee mit Rum, während es draußen regnet und ungemütlich ist.
Peter Hagen
Tracks:
- 01. Interludie (feat. LAETITIA SADIER)
- 02. Hey Bro
- 03. Pineapple
- 04. Dream
- 05. I Made Up My Mind
- 06. Breathing The Wind
- 07. Ring Me
- 08. Supersize
- 09. Whatever
- 10. De-construction
- 11. The Wedding
- 12. Enough
- 13. Pianorgano
- 14. Sweet Family
- 15. Take The Bus
Releases:
- Double U: Pineapple Dream, VÖ: 14. Mai 2010







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