Dr. Who Dat ?: Beyond 2morrow
Review:
Was viele meiner werten Kollegen mal direkt oder mal weniger direkt andeuten, ist das HipHop das spannende bzw. wirklich überraschenden Moment verloren gegangen sei. Ich glaube dass es jedem, der sich sehr viel mit einer Materie auseinandersetzt so ab und an geht. Aber HipHop hat eben jene Momente immer noch. Sonst wäre wir HipHop-Schreiberlinge ja nur noch frustrierte Schreibtischhengste die sich in das himmlisch rettenden Reich des Sarkasmus flüchten würden und verbitterte Reviews mit der Grundthematik „Besser Porno gucken als den Prinz hören“ oder „(Lil’ ) Wayne interessierts?“ ausstatten. Nein, soweit kommt es (gewöhnlich) nicht. Weil HipHop seinen Energie eben noch nicht ganz verschossen hat und immer wieder unfickbares Material aus dem Ärmel schüttelt. In diesen kalten Wintertagen gebührt die Aufmerksamkeit einem gewissen Dr. Who Dat? Etwas mehr bekannt als Jneidro Jarel. Einige Heads kennen den Producer und MC von der Ostküste Amerikas schon von seinen Debüt auf dem holländischen Indie-Label Kindred Spirits. Bürgerlich heisst der junge Mann Omar Gilyard und ist einer der talentiertesten Beatschraubern unserer Zeit. Übertrieben? Bewusst! Um die Neugierde auf sein neues Werk zu lenken, denn das hat es in sich. Dazu nur noch eine Frage! Was hat Euch wirklich an Black Milk’s „Tronic“ bewegt? Sonic Synthies & Derbe Snares! – richtig. Wenn ihr mehr solche illustren futurischen und knackigen Klangwelten betreten wollt, die aktuelle Konventionen mit Talent gekonnt umschiffen und eine eigene Definition von HipHop haben – dann seit ihr hier sehr, sehr richtig. Holla-Julia.
Peter Hagen







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