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Dusty: Keep it Raw

Dusty: Keep it Raw

Drei Jahre nach seinem vielversprechenden Jazz&Milk-Debüt ist der Münchner Soundtüftler und DJ Dusty wieder da. Endlich, rufen viele euphorisch jetzt aus, wenn sie das hören. Hat er doch in den letzten Monaten fleissig an seinem Status als Geheimtipp der Szene gearbeitet. Hinter Dusty steckt Christoph Doepke. Der junge Münchner hat mit seinem Label und der dazugehörigen Clubnight den Standort Deutschland für funky freestyle breaks manifestiert. Als Remixer ist er sehr gefragt und seine Reworks haben bei vielen Eklektik und Funk-DJs eine Dauerplatzkarte im Case.

Was ist nun also das Besondere an dem bayrischen Beataktivist und Plattendreher? Zum einen gibt er die Marschrichtung seiner Produktionen im Titel schon aus. „Keep it raw“ verbindet Tanzflächenjazz mit heftigen Beats zu einem Groove der total auf sterile oder überstrukturierte Produktionsfelder verzichtet. Um das zu verwirklichen hatte er sich Live-Musiker wie Jerker Kluge, Florian Reidl, Alfred Hirsch, Franz Wyrer, Mathias Boetz und Beni Brachtel ins Studio geholt. So verschmelzen seine programmierten Beats mit den organischen Elementen und auch gerne umgekehrt. Jazz und Funk sind der Schwerpunkt in fast jeder Produktion, schließen jedoch nie Spielereinen wie Latin oder Afrobeat aus. Jede Sekunde dieser Platte groovt zum Siedepunkt und zurück. Dusty beschert uns hier ein Tanzflächefutter par excellence das puristische Funk-Nerds mit Jazz-Head versöhnen bzw. annähern könnte.

Peter Hagen

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