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Easy Star All Stars: Easy Star’s Lonely Hearts Dub Band

Easy Star All Stars: Easy Star's Lonely Hearts Dub Band

Never change a winning concept. Das weiss das Reggae-Allstar-Projekt nach dem internationalen Erfolg der beiden Vorgängeralben. Jedoch ist es nicht selbst verständlich, dass man jenes Level an Genialität wiederholt, welches man auf den zwei Alben „Dub side of the moon“ und „Radiodread“ erreichen konnte.

Die Easy Stars aus New York haben vor allem mit ihrem ersten Konzeptalbum für Furore gesorgt. Da hat man Kritiker und Zweifler weltweit von einer wunderbaren Umsetzung eines Coveralbums überzeugen können. Pink Floyd’s Meisterwerk bekam ein überraschend gelungenes und kongeniales Reggae-Dub-Gewand. Auf der ganze Welt feierte die Presse das Werk. Die Rock & Popwelt hatte eine neue Lieblingsplatte, weil man es hier schaffte den experimentellen-pychedelischen Grundton in die dubbigen und oft sonnigen Klangwelten des Reggae transformieren konnte. Das 2006 folgende Coveralbum der Radiohead-Songs von deren Erfolgsalbum „Computer OK“ schwamm auf der Erfolgswelle des Vorgängers weiter, konnte aber die finale Genialität nicht erreichen. Deren Interpretationen waren jedoch wieder sehr geschmeidig und konnte vor allem mit den dubbigen Tracks mit Tiefe überzeugen.

2009 folgt nun der dritte Streich der All-Stars um den Produzenten und Mastermind Michael Goldwasser. Hochkarätig ist das Line-Up um ein weiteres mal bestellt. Luciano, U-Roy, Bunny Rugs (Third World), Michael Rose (Black Uhuru) oder Max Romeo – selten hat man solche ein Aufgebot für eine Projekt gesehen. Sie alle wollten an der Umsetzung zur Interpretation von „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club“ mithelfen. Der Beatles-Klassiker ist natürlich eine dankbarer und wohl das bisher am wenigsten komplexe Werk für Coverversionen – kann aber durchaus mit seinen Vorgängern mithalten. Der gute Laune Faktor von Evergreens wie „With a little help from my friends“ (nein, es ist nicht von Joe Cocker!) wird natürlich als Reggae-Version veredelt. Aber die wahre Schönheit dieser gelungenen Scheibe liegt wieder in den Dub-Versionen. In „With or without you“ oder „When I’m sixty-Four“ kann man eintauchen. Diese Platte ruft förmlich den Frühling.

Peter Hagen

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