Review

El Hijo De La Cumbia: Freestyle De Ritmos

El Hijo De La Cumbia: Freestyle De Ritmos

Bereits zwischen 2006 und 2008 am fernen Stiefel von Südamerika in Argentinien aufgenommen und vor zwei Jahren auf Zoot/Cargo veröffentlicht, kommt der „neue Cumbia“ in Bewegung und erreicht die Tanzflächen auf der ganzen Welt. Der traditionelle, meist auf Akkordeon oder Flöte gespielte und basierende Sound verbindet seit den Tagen der Kolonialzeit spanische Einflüsse mit afrikanischen und indianischen Rhythmen. Heute ist Cumbia, nicht nur in Kolumbien, ein mehr zusammenfassender Begriff für regional unterschiedliche Klangwelten. Die Flexibilität und der polyrhythmische Reichtum nutzen die Künstler des NuCumbia nun um sich in allen Belangen auszutoben.

Die quirlige Mixtur an Klängen, die meist in den Großstädten der Metropolen Südamerikas entsteht, jedoch inzwischen genauso überall wo kreative Kräfte walten gebastelt werden. Gruppierungen und Einzelkämpfer in Mittelamerika, den USA, England oder auch in Deutschland haben den musikalischen Freiraum bereits für sich entdeckt und mischen die altehrwürdigen Klangwelten mit viel Bass und machen die frischesten Dancefloorkreationen daraus. Es gibt keine Grenzen. Hier fusionieren die überlieferten Sounds mit Dubstep, Dancehall, HipHop, Drum’n’Bass, House und Pop.

Folkore trifft auf Beats. Der Nueva Cumbia erobert inzwischen mit dieser Formel die Welt. Kleine Labels haben das längst kapiert. Chusma aus Berlin ist hier ein absoluter Vorreiter. Weitere einzelne Imprints ziehen so langsam hinterher. Ya Basta!, das Label das besonders durch die wundervollen Veröffentlichungen des Gotan Projects bekannt wurde, hat sich nun auch verstärkt diesem Thema angenommen und veröffentlicht noch einmal den bisherigen Genreklassiker von EL HIJO DE LA CUMBIA aus Argentinien.

Der umtriebige DJ, Musiker, Produzent und Remixer Emiliano Gomez alias El Hijo De La Cumbia ist der Star dieses aufstrebenden Vibes. Weltweit begeistert er mit Live-Shows und DJ-Sets mit Innovation & Freistil. Sein tropischen Klänge begeistern und inspirieren inzwischen nicht nur Insiderberichte auf ARTE oder kleinen Independent-Festivals. Nur den landestypischen Tango zu modernisieren wäre ein kreative Beschneidung für die zentrale Figur einer wirklich neuen Bewegung.

“Freestyle De Ritmos” ist jetzt schon das Manifest dieses Genres und macht Gomez zu einem Pionier einer Welle die schon einige Jahre läuft, aber noch lange nicht zu Ende ist. Wer seine Untergrundhits wie “Latin No Plastic” schon mal zur Primetime gespielt oder gehört hat, weiß das dieser Cumbia nicht nur für Nerds auf Soundcloud gebastelt wurde – dieses globale Tanzflächenfieber begeistert.

Text: Peter Hagen

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>