Review

Enoq – Zu schön um klar zu sein

enoq

Review:

Die Jungs von Jakarta Records schaffen es immer wieder Talente zu entdecken und ihnen eine offene Plattform über Genregrenzen hinaus zu bieten. Eines davon ist Enoq, welcher letztes Jahr mit seiner „Wie ich do“ EP schon einmal einen Vorgeschmack seines Schaffens für lau präsentierte und manchen durch seinen Part auf Audio88 und Yassins „Täter oder Opfer“ bekannt sein könnte. Nun ist sein Album fertig und der Berliner Taugenichts liefert genau, was deutscher Hip-Hop gerade braucht, nämlich Charakter und Individualität.
Zwar geht es um bekannte Themen, wie das Leben zwischen Hartz IV, Flüssigbrot ,süße Rauchschwaden und jeder Menge weiterer Substanzen, irgendwie schafft er es aber sich trotzdem von der Masse abzuheben. „Zu schön um klar zu sein“ ist weder Trap, noch Boom Bap, hat es nicht nötig Gangster Klischees zu erfüllen und klingt doch nach Straße. Eingepackt werden seine teils sehr privaten Storys über das Leben zwischen Couch und Kiez in ein Gewand aus Lethargie und Gleichgültigkeit über eine Beatauswahl, die seinesgleichen sucht. Dabei gelingt es Enoq durch seine durchgehend trippy, traurige Mittelfinger in die Luft Attitüde den perfekten Soundtrack für die Heimfahrt nach einer durchzechten Nacht zu kreieren. Zudem sind da ja auch noch die Feature-Bretter „Pappalapapp“ und „Laut“ mit Hessens Finest Mädness und Döll. Was will man mehr?
Einziges Manko, Cover gefällt mir nicht, passt aber zum Sound und der macht Lust zu hören, was dieses Jahr noch so im hiesigen Rap Game passiert!

Text: Henrik Hu


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