Er France: Pardon My French, Cheri!
Review:
Auf Elektro-Grooves und 80er-Synthesizer, in den frühen Jahren ein Markenzeichen der Band um Isabelle Frommer (Lyon; voc, keys) und Andre Tebbe (Düsseldorf; g) hat man für „Pardon My French, Cheri!“ verzichtet. Ja, Madame hat sich mit ihren Messieurs sogar in die Sixties-Garage zurückgezogen. Entsprechend Fuzz- und Schrammelgitarren betont hört sich dann das fröhlich dahinhoppelnde Indie-Werk auch an. Retro ja, authentisch jedoch nicht. Jeder Freizeit-Gitarrist weiß beispielsweise, dass ein verzerrter Sound aus einem Modeller noch lange kein Beat-Feeling erzeugt. Aber wir schreiben das Jahr 2010 und nicht etwa 1965, und die längst bierbäuchig gewordenen Helden von damals sollten froh sein, heute wieder so charmant und kompetent zitiert zu werden. Sogar Kult-Regisseur Fatih Akin hat eine (auf dem Album enthaltene) Neuversion von „Sing Song Girl“ in seiner Erfolgskomödie „Soul Kitchen“ eingesetzt und so laufen die Dinge für Er France tres bien... Allons enfants, ran an die Wimmerorgel! Faque them pour la better musique!
Jo Neckermann







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