Review

Everest: Ghost Notes

Everest: Ghost Notes

Kann es diese Band reissen? Die fünf Neohippies versprühen optisch den Charme von Montagsdemonstranten in der DDR der ausgehenden Achtziger Jahre.

Aber in ihrem großen myspace-Freundeskreis tummeln sich ausgesprochen leckere junge Damen. Die Musik geht mitunter knapp am Schnarchfest vorbei.

Aber sie supporten Neil Young und machen ein großes Festival nach dem anderen. Der Westcoast-Gegenentwurf zu Bands wie The Verve ist beim Label des Altmeisters Young untergekommen und Russell Pollard, Kopf, Sänger, Gitarrist und Gelegenheitsdrummer der Band freut sich wie ein Schnitzel:

„Wir sind jetzt da angekommen, wo wir immer hin wollten!“ Und hin und wieder gelingen dieser Gruppe, die so (un)modisch ist wie ein kariertes Flanellhemd so richtig gute Songs, geradezu (gottseidank noch) ungeschliffene Diamanten:

Beispielsweise „Into Your Soft Heart“ mit seinen Brit-Psychedelic-Anleihen oder „I See It In Your Eyes “, eine sehr schöne Reminiszens an „Born On The Bayou“ von Creedence Clearwater Revival – womit wir wieder bei karierten Hemden wären. Keine Frage: Everest wird’s reissen…

Jo Neckermann

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>