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Frank Sinatra: Nothing but the Best

Frank Sinatra: Nothing but the Best

In Folge der Sopranoisierung, die inzwischen auch die Letzten in Deutschland erreicht haben sollte, ist das Interesse an den Strukturen und Intensionen des organisierten Verbrechens immens gestiegen. Die Paten-Romantik wird mit einem Hype an Glückspielen der alten Las Vega-Liga, besonders Texas Hold’ em Poker, diesbezüglich auch noch mal ordentlich aufgeheizt. Da liegt es auf der Hand das die passende Musik auch wieder zurückkehrt. Wer könnte also bessere musikalische Untermalung zu diesem Thema, zu dieser Atmosphäre schaffen, als „the Voice“?

Frank Albert Sinatra, wurde als Sohn sizilianischer Auswanderer 1915 in New Jersey geboren. Er ist und bleibt einer der größten Entertainer überhaupt. Zu diesem populären Status kam „Ol’ blue eyes“ vor allem natürlich durch sein markante, unverwechselbare Stimme. Später kamen Schauspielerei, Moderationen, Comedy und natürlich seine legendären Affären mit prominenten Damen des Showgeschäfts. Den Kult um „Frankie Boy“ nährten immer wieder die Gerüchte, er verkehre und trinke gerne mal mit Größen der Mafia aus New York, Chicago und Las Vegas. Legendär waren auch seine Fernsehauftritte mit „The Rat Rack“, den Kollegen Sammy Davis Jr., Joey Bishop, Dean Martin & Peter Lawford. Man schätzt die Zahl der verkauften Tonträger von Sinatra so hoch wie die der Beatles und Elvis Presley. Bis heute vergeht kaum ein Jahr in dem keine Sinatra-Veröffentlichung das Tageslicht sieht.

Auch zu seinem 10.Todestag erscheint am 14.Mai über Reprise Records, das von ihm 1960 gegründet wurde, eine weitere, schöne Zusammenstellung seiner 21 Tophits. Das ist nun nichts spektakulär Neues, weil es ja inzwischen mehr als ein Dutzend an „Greatest Hits“ Compilations. Jedoch bekommt man hier ein Booklet voll mit bisher nicht gesehenen Fotos, Impressionen und Geschichten rund um die verschiedenen Schaffensphasen des Frank Sinatras. Neben den bewährten Gassenhauern „Fly me to the moon“; „My Way“ oder „New York New York“ findet sich hier auch eine bisher unveröffentlichte Aufnahme namens „Body & Soul“, die unter der Leitung von Frank Sinatra Jr. neu arrangiert und aufgenommen wurde. Natürlich ist auch das bekannte „Strangers in the night“ hier zu finden, welches der deutsche Komponist Bert Kämpfert schrieb und zu Sinatra’s kommerziell erfolgreichsten Songs gehört. Mit „That’s Life“ zeigte Sinatra auch seine Rhythm & Blues-Seite, die in den 60ern durch Ray Charles sehr erfolgreich war. Eine Seite die Sinatra nicht oft und auch nicht so erfolgreich durchleuchten lies. Weniger bekannte Interpretationen von Glenn Miller’s „Moonlight Serenade“ zeigen doch mehr das Metier von Frankie Boy, für das ehr auch geliebt wurde. Big Band Sound at its best.

Eine wahre Fan-Freude ist die Bonus-DVD (Special Edition) mit dem digitalisierten Konzert im Londoner Royal Festival Hall aus dem Jahre 1971, welches Sinatra als Ausnahme-Künstler mit Sonderstatus für die Ewigkeit besonders gut zeigt. Warner Music Group und Frank Sinatra Enterprises haben nun mit dieser gelungenen Best-of-Zusammenstellung den Startschuß gegeben, Sinatra’ musikalischer und filmischer Nachlass neu und digitalisiert wieder zu veröffentlichen. Man darf sich also auf weitere Veröffentlichungen auf CD, DVD & Blu-Ray in den nächsten Monaten freuen.

Peter Hagen

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