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Frogg: Blink Blink

Frogg: Blink Blink

Vor fast zehn Jahren wurde in Berlin der Sound von Seeeed erfunden. HipHop-Beats, Dancehall-Riddims und Dance-Melodie die kurz darauf die Republik in Furore versetzten würde entstanden aus dem einst als Reggae-Formation und Dub-Jazz-Experiment in Anleitung des Soundvirtuosen Mo Delgado. Der Rest ist bekannt und der Erfolg bis heute famos. Die in Leeds geborene Louis Mills wuchs in London unter allerhand musikalischen Einflüssen auf. Sie widmete sich Theatertanz, dem Gitarrespiel und auch elektronischer Musik. In Berlin lernt sie Delgado bei der legendären Jam-Session im Acud kennen und ist fasziniert von der Freigeistigkeit wie dort Musik ohne Grenzen gemacht wird. Delgado ist von der Stimme und Aura der britischen Sängerin sofort überzeugt. Aus der beiderseitigen Bewunderung wurde eine sehr fruchtbare Kombination namens FROGG. Mit Seeeed-DJ Luke kommt noch ein Experte für Beats mit ins Boot des Projekts. Auf dem Frogg-Debüt haben die zwei Produzenten Mo Delgad und Luke gut aufgepasst wie man anspruchsvollen, zeitgenössischen R’n’B spannend gestaltet. Hier hebt man sich deutlich von dem Chartsallerlei ab. „Blink Blink“ wagt gerade musikalisch einiges. So gibt cluborientierte Sounds vielleicht sogar von dem Timbaland-Hybridenklangwelten inspiriert sind. HipHop darf nicht nur, sondern sollte für den Club auch mal von Electro und Dancehall geschwängert werden. Delgado schafft hier ein Werk das international keine Konkurrenz scheuen muss. Tracks wie elektrische „Bitch“ oder das Bassmonster „How can you“ werden die Clubs hoffentlich diesen Herbst beherrschen. Scheinbar ist es doch nicht so schwer guten Sound für den Club zu machen der Popappeal hat aber nicht gleichzeitig seinen eigenen Charakter durch Kalkül verliert.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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