Gelka: Less is more
Review:
Die Ungarn sind mir seit meinem ersten Balaton-Besuch 1991 an das Herz gewachsen. Von der Gulaschsuppe und Unicum-Schnaps ganz zu schweigen. Aber musikalisch fand ich das bislang schwer. Dass Zigeuner-Sound rockt zeigt ja seit ein paar Jahren Shantel. Club-Sounds kenne ich hingegen aber wenige aus Ungarn und das obwohl Budapest sicherlich eine der frischesten Metropolen zur Zeit ist. Mit Gelka startet nun ein ungarisches Duo durch. Auf dem Label von Nightmare on Wax veröffentlichen sie ein Album, das zwar keinen Club-Sound bietet, dennoch aber das lange dahin vegetierende Genre Downbeats wiederbelebt. Dafür verwenden Gelka schwere Hip Hop-Beats, tonnenweise Dub-Effekte und setzen gelegentlich Gastsänger/innen ein (Sena bekann aus der Zusammenarbeit mit DJ Vadim, und die Sänger von Nightmare on Wax Ricky Ranking and Ella May). Abgerundet wird der Gelka-Sound mit einer großen Portion ungarischer Melancholie - ohne dabei traurig oder gar depressiv zu werden. Fast alle Titel überzeugen und gehen ins Ohr und die Füße wippen. Gelka haben eine eigene Mischung, die auch nach dem 20sten Hörer nicht langweilig wird. Gelungenes Album.
Dirk Schäfer
Tracks:
- 01. So Many Ways
- 02. Rasta Baby
- 03. Blame
- 04. Burlesk
- 05. Callin
- 06. Find The Peace
- 07. ^When You Gotta Go You Gotta Go
- 08. Soon
- 09. Eau Rouge Part 1
- 10. Eau Rouge Part 2
- 11. Angry Eyes
- 12. Hungarian Voodoo
- 13. The Last Tree
- 14. Flow Motion
- 15. Tea Kettles Dream
Releases:
- Gelka: Less Is More, Audio CD, VÖ: 12. September 2008







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