Review

Havana Cultura Band – Havana Club Rumba Sessions

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Review:

Der hyperaktive Soundforscher und Radioikone Gilles Peterson hat seit Jahren mit seinen Projekten in dieser Kolumne einen Stammplatz wie Manuel Neuer beim FC Bayern – weil er immer wieder beweist, dass er Weltklasseformat besitzt. Auch wenn Peterson Fusssball- und Musikfan ist, überstrapazieren wir die Vergleiche nicht und widmen uns den Reisen des GP aus UK. Für wunderbare Compilations zeichnete er sich bereits verantwortlich und wird rund um den Globus als der Mann gefeiert, der jenen Songs einen Raum gibt, die es verdient haben. Dabei gräbt er in Archiven von Labels, die oft nicht über ihre Landesgrenzen bekannt wurden oder schlicht in ihrer Zeit nie die gebührende Aufmerksamkeit erhielten. Nach speziellen Erkundungsfahrten nach Südamerika oder Afrika unternahm der Brite immer wieder Reisen nach Kuba und begründete mit der freundlichen Unterstützung eines Rum-Herstellers ein Projekt, dass den kreativen Adern der Insel folgte und diese freilegen sollte. Er brachte Straßenmusiker, Jazzlegenden und Talente zusammen ins Studio. Es entstand eine faszinierende Mischung aus Afro-kubanischen Elementen und HipHop und Jazz. Eine Reihe von hochwertigen Remixes brachte diesen Sound dann auch noch etwas mehr auf die Tanzflächen und spielte mit Dub, House oder anderen elektronischen Spielarten. Die Wurzeln und die zeitgenössische Musik des sozialistischen Inselstaats bekamen nun noch mehr Experimente verabreicht. Hier versuchte man sich besonders mit lokalen Bands die drei Hauptspielarten des Rumbas zu variieren. Daraufhin folgte eine Re-Interpretation von Produzenten aus Frankreich, England, Deutschland, Kanada und Japan wie Motor City Drum Ensemble, Max Graef, Glenn Astro, Pepe Braddock oder Reginal Omas Mamode IV. Dabei sei darauf hingewiesen, dass nur wenige dieser Remixarbeiten wirklich für die Tanzfläche gemacht sind. Spannend sind sie alle mal.

Text: Peter Parker


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