Review

James Jackson Toth: Waiting In Vain

James Jackson Toth: Waiting In Vain

Was soll da für eine Musik herauskommen, wenn ein Künstler als seine Einflüsse Tanya Tucker und Tommy Bolin, Violent Femmes und Black Oak Arkansas angibt? Nun ja, zumindest kann man einem Musiker und Sänger, dessen Geschmack so offensichtlich zwischen New Wave und Redneck Rock oszilliert keinen Hang zu Schubladendenken nachsagen. Und so ist dann das Debutalbum von James Jackson Tooth zu einem ganz erstaunlichen Stück Musik geworden, ja man möchte sagen: „So etwas machen die eigentlich doch heute gar nicht mehr!“ Ob JJT den Frühsiebziger-Jagger gibt, hart an der Grenze zur Persiflage, oder uns mit Doo-Wop-Chören überraschen lässt oder mit Splatter-Gitarrensoli a la Television nervige Akzente setzt: Das alles hat was, ist „primitive cool“ im allerbesten Sinne. „Das ist Musik für einen verregneten Freitag“ fasste ein Kollege die Stimmung im rau/romantischen Song „Doreen“ zusammen. Kann sein, aber im Verlauf dieser phantastischen Abenteuerreise durch die weiten, einsamen Ebenen von Americana/Soul/Blues/Country/Punk geht auch die güldene Sonne auf. Immer wieder…

Jo Neckermann

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>