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Janet Jackson: The Best

Review:

Sind wir mal ehrlich. Janet Jackson ist die in die Jahre gekommene Mutter aller R&B-Sternchen wie Rhianna und Ciara. Nun, wo es auf Weihnachten und eine lukrativere Zeit für den eingebrochenen Musikmarkt geht, schaut man 20 Jahren Janet und eine nicht unbedeutende Vielzahl von Hits zurück. Gerechtfertigt durch über 100 Millionen verkaufte Tonträger (ja, es gab mal eine Zeit, da wurde Musik noch gekauft) ist diese Sammlung ein geballtes Dokument einer großen Popkünstlerin die sich all einziges Familienmitglied etwas aus dem übergroßen Schatten des Bruder Michael befreien konnte und sich relativ autark ihr künstlerische Sporen verdiente. Das passierte vor allem in den 90ern. Hier wurde sie zu einer richtigen MTV-Ikone und ihr Videos, in denen sie oft mehr tanzte als sang, wurde geliebt. Da machte es oft nichts, dass sie die genialen Momente ihre Bruders nicht besaß und mehr ins Mikro hauchte als trällerte. Paula Abdul adelte „Control“ und „Nasty“ zu den Tanzhymnen der auslaufenden 80ern und beginnenden 90ern. Feelgood-Songs wie „The best things in life are free“ mit dem verstorbenen Luthter Vandross oder „Black Cat“ manifestierten ihren Ruf als Popkünstlerin mit eingebauter Hitgarantie und Rotation im Mainstreamradio.

Mit dem großartigen Album JANET schob sie alle Kritiken auf einen Schlag auf die Seite und bis heute kann man das Album als ihren künstlerischen Zenit bezeichnen. Der Mainstream liebte ihre eingängigen Balladen („Again“) und den puren Sex auf Songs wie „Any Time, Any Place“. Tiefer verwurzelt und rückbezogen auf die Tradition schwarzer Musik zwischen Rhythm & Blues und HipHop zelebrierte sie auf der grandiosen Hitsingle „That’s the way love goes“ dazu. Ihre laszive Art einen Song zu gestalten und zu dominieren wurde nie mehr eindrücklicher vorgetragen als auf diesem Album.

Leider entfernte sie sich danach wieder in Popgefilde und oft einfach strukturierter und kalkulierter Hitmusik. Der weltweite Erfolg von Singles wie „Runaway“, „Together again“ oder „All for you“ transportierte sie bis in die Jetztzeit und die stets hohen Verkaufszahlen gaben ihr Recht. Künstlerisch gab es nur noch einmal einen grandiosen Ausreißer als sie 1997 mit Joni Michell und dem Native Tounges-Rapper Q-Tip „Got `til its gone“ aufnahme und Begeisterungsstürme auslöste.

So hat man auf „Janet – The Best“ 35 Songs die ihre Karriere dokumentieren. Eine Karriere die ihr so schnell niemand nach machen wird. Neben ihrem unermüdlichen sozialen Engagement wird man 2010 auch musikalisch Neues von ihr hören werden. Ein Buch über ihr Leben im Jackson-Clan und als internationaler Popstar wird es auch im nächsten Jahre geben. Für Fans sind das alle Mal tolle Aussichten. Für Menschen die Popmusik auf teilweisen hohem Niveau mögen, ist diese Doppel-CD auch ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Peter Hagen

Tracks:

  • 01. What Have You Done For Me Lately
  • 02. Nasty
  • 03. When I Think Of You
  • 04. Control
  • 05. Let's Wait Awhile
  • 06. The Pleasure Principle
  • 07. Diamonds
  • 08. Miss You Much
  • 09. Rhythm Nation
  • 10. Escapade
  • 11. Alright
  • 12. Come Back To Me
  • 13. Black Cat
  • 14. Love Will Never Do (Without You)
  • 15. The Best Things In Life Are Free
  • 16. That's The Way Love Goes
  • 17. When I Think Of You
  • 18. If
  • 19. Again
  • 20. Because Of Love
  • 21. Any Time, Any Place
  • 22. Scream
  • 23. Runaway
  • 24. Got 'Til It's Gone
  • 25. Together Again
  • 26. I Get Lonely
  • 27. Go Deep
  • 28. What's It Gonna Be?
  • 29. Doesn't Really Matter
  • 30. All For You
  • 31. Someone To Call My Lover
  • 32. Call On Me
  • 33. Feedback
  • 34. Whoops Now
  • 35. Make Me

Releases:

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Interpret:
Janet Jackson
Label:
Universal Music
Stil:
R'n'B Pop Dance

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