Jazzanova & Dirk Rumpff: Broad Casting from Offtrack Radio
Review:
Dirk Rumpff ist eine Institution. Nicht erst seit gestern ist er ein essentieller Baustein, wenn es darum geht, Namen zu nennen, die Internetradio bereichern und aktive mitgestalten. Rumpff, gebürtig in Marburg organisierte der Medizinstudent und Musik-Nerd Mitte der 90er Jahre Clubnächte der anderen Art. Seinem Branding ,,Eclectic Freestyle" ganz gebührend legt er bis heute in unregelmäßigen Abständen mit illustrierten Gast-Djs wie Ame, Spacek, Beanfield, Michael Rütten oder Alex Dallas auf. Die Bandbreite seiner Sets umspannen die selben Spektren wie bei seiner Radioshow. Altes trifft auf Neues. (Deep) House, Jazz, Detroit Techno, Broken Beats, HipHop, Electronika, Soul. Mit der Offtrack-Radioshow weiß er seit Jahren wie man sich eine Stammhörerschaft zieht und vor allem pflegt. Die Folgen, bzw. Früchte seiner Arbeit: Weltweite Reputation, Bookings, Jazzanova-Nähe. Gerade Alex Barck von J-Nova pflegt inzwischen eine freundschaftliche Verbindung zu dem, immer noch recht jungen, inzwischen zum Wahl-Berliner gewordenen, leidenschaftlichen Nicht-trinker u.Raucher. So auch die logische Folgerung, dass Rumpff wie geschaffen ist für die zweite Folge der Radio-Representer-Serie ,,Broad Casting".
Wie bei der ersten Ausgabe gibt es hier erneut viel exklusives Material aus future-jazzigen, gebrochenen Soundentwürfen (Marc Pritchard & Steve Spacek), detroitischen Ausflügen (Jazzanova/Dixon/Outlines) ins House (Slope, Zoetic) mit der immer präsenten Portion Soul (Paul Randoph, Fat Freddys Drop, Deyampert, OvaSoul7) gepackt mit den seit neustem ja wieder sehr angesagten Elemente Jazz & Folk (State River Wedding). Das alles ist so wie es die Presseerklärung auch vorgibt - und das ist selten: Dramaturgie, Spannung und Wagnis in einem Mix. Sehr angenehm dass man sich zu keinem Rare-Groove-Spießertum oder Detroit-Helden-Verehrung hinreissen lässt sondern sich auf das Gesamtpotential des Variantenreichtums eingeschossen hat.
Wer sich über Jahre hinweg, solche Mühe gibt einer breiteren Masse (neben all den Deck-Sharks) die wirklichen Schätze auszugraben - der zeigt nicht nur auf solch einer Zusammenstellung was er drauf hat, sondern auch dass er das bestimmte Fingerspitzengefühl für Mixing, Inhalt, Anspruch, Selektion und Reihenfolge besitzt. Kurzum: Großartig.
Peter Hagen (Jazzriots)
Tracks:
- 01. Cottonwood
- 02. The other side
- 03. Play
- 04. Maingirl
- 05. Maaitiemaai
- 06. How it should be done
- 07. Listen to the drums (Jazzanova Remix / Dixon Beatless Edit)
- 08. Turn it on
- 09. Gedaroom
- 10. Gemini
- 11. My magic
- 12. Suddenly (A coffeebreak)
- 13. Del fuego (Carl Borg Remix)
- 14. Held him first (Acoustic Version)
- 15. No glow
- 16. Fernpunkt
- 17. Life won't wait
Releases:
- Various: Broadcasting 2/Jazzanova/Rumpf, Audio CD, VÖ: 4. Mai 2007







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