Jeb Loy Nichols: Strange Faith And Practice
Review:
Hier singt ein Mann! Obwohl der in Wyoming geborene Wahl-Waliser deutliche zeitgemäße Öko-Attitüden zeigt (er lebt „a sustainable life“, entschuldigt sich für das Plastik der CD) zeigt sich der Singer/Songwriter und Maler doch (im positiven Sinne) sehr verhaftet in der großen amerikanischen Musiktradition. Im Country sind seine Roots, Soul ist sein Spice, Jazz treibt ihn an. Der Fusionist, der in seinen großen Momenten kompositorisch an Van Morrison erinnert, hat sich für „Strange Faith And Practice“ mit jungen englischen Jazzmusikern und einem Streichquartett zusammen getan. Diese Melange aus drei interpretatorischen Richtungen, die lediglich die Intensität der Darbietung gemeinsam haben, erzeugt wunderbare Bilder und Stimmungen. Jeb Loy Nichols neues Album zu hören, ist wie Bilder von Edward Hopper anzuschauen. Die große amerikanische Melancholie, mystisch und nüchtern zugleich. Das ist tolle Musik, im Dinnerjackett ebenso zu genießen wie in einer 501. Es wäre an der Zeit, dass Jeb Loy Nichols endlich den Erfolg hat, den er verdient. Aber wie singt er selbst so charmant „Home Wasn’t Built In A Day“.
Jo Neckermann
Tracks:
- 01. Sometime Somewhere Somebody
- 02. Lake Whitfield
- 03. Day That Never Came
- 04. Can't Stay Here
- 05. This Morning
- 06. Probably Never Stop
- 07. Interlude One
- 08. Strange Faith and Practice
- 09. If I Can Come Home to You
- 10. Interlude Two
- 11. Cruel Winter
- 12. Home Wasn't Built in a Day
- 13. Next Time
Releases:
- Jeb Loy Nichols: Strange Faith and Practice, VÖ: 25. September 2009







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