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Jeff Cascaro: Mother & Brother

Jeff Cascaro: Mother & Brother

Soviele wirkliche Crooner, deren Charisma aus der Stimme bricht und deren Stimme sich sofort unwiderruflich einbrennt, kennen die Szenen zwischen Jazz, Blues & Soul eigentlich nicht mehr dieser Tage. Umso schöner ist, dass sie nicht ganz aussterben.

Mit „Mother & Brother“ legt Jeff Cascaro sein zweites Album vor. Sein unglaublich markante Stimmgewalt die mit sehr viel Charm ausgerüstet ist, spielt dabei die komplette Fassette an Jazz, Blues, Funk, Soul mit einer gehörigen Portion Pop aus. Dieser Mann kann durch aus international bereicht etablierten und erfolgreichen Künstlern wie aktuell James Morrison oder Joss Stone messen, die mit anspruchsvollen Spielereien zwischen Rhythm’n’Blues, Vintage Soul und Pop im Mainstream nach und nach festsetzen. Cascaro bietet mit seinem neuen Album ein sehr authentisches Stück Musik das all die Referenzen zu B.B.King, Ella Fitzgerald oder Otis Redding offenkundig austrägt und dazu mit der ganz gewissen eigenen Version alter und neuer Hits auftrumpfen kann. Anfangs schmunzelt man schon, wenn man mit Paul Youngs Foxklassiker „Love is in the air“ konfroniert wird. Nach und nach weiss Herr Cascaro jedoch bei jeglicher, ach so weit weg wirkender Coverversion zu überzeugen – und das macht einen Crooner aus. Er entertaint mit Charme und Stimme. Der im Jahr 1968 geborene Sänger, verkauft seinen Emotionalität sehr, sehr authentisch. Neu im Geschäft ist er bei Leibe nicht. Seit seinem 18.Lebensjahr swingt, musiziert und singt er sich durch Big Band, wo er schon mit gestandenen Größen wie Ute Lemper, Joe Sample (Crusaders), Götz Alsmann, Klaus Doldinger oder Paul Kuhn gespielt hat. Somit darf man ganz sicher sein, dass „Mother & Brother“ nicht nur Musik mit viel Seele ist – sondern auch aus einem reihen Fundus an Erfahrung und Wissen entstanden ist. Man sollte deshalb blind zugreifen. Und ja, das Klischee soltte hier auch funktionieren – der Mann kann mit der Stimme bestimmt eine Frau um den Finger wickeln, wie anderen weichen Kaugummi…

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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