Review

Jenny and the Mexicats – Open Sea / Mar Abierto

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Latin-Pop ist oft so kalkuliert, anbiedernd und klebrig wie Enrique Iglesias oder das Sommerhit-Brechmittel„Despasito“. Ricky Martin und J-Lo haben auf diesem Gebiet ebenfalls schon Höchstleistungen gebracht. Die breite Maße liebt den Latinloverhit, der etwas Sonne in die dunklen Herzen der Arbeiter in den Mühlen des Rauptierkapitalismus bringt. Nein! Nicht alle denken so. Und deshalb gibt es auch latineske Mucke, die authentischer, liebevoller und ansteckender ist, als das was die Popnudeln fabrizieren. Ein Beispiel wäre die Mulitkulit-Kapelle Jenny & The Mexicats. Auch sie haben die spanischen Sehnsuchtsmelodien und eingängigen Refrains in ihrem Soundmix. Jedoch hat die Gruppierung mehr im Sinn als nur platte Hits für das Radio deiner Mudda abzuliefern. Hier mischen sich sehr poppig die Rhythmen Südamerikas mit Ska, Rock, Jazz, viel Reggae und Folk. Also die spanische Fussballnationalmannschaft 2008 in Madrid zur besten Mannschaft der Welt aufstieg, trafen sich die englische Sängerin Jenny, der spanische Bassist Icho und den mexikanische Kollegen Pantera und David. Die Vorerfahrungen aus der Zeit bei klassischen Punkgruppen und Rockabilly-Bands floss in den neuen Sound mit ein. Mit ihrem Debüt erreichten sie überraschend Gold. Es folgte eine Erfolgsgeschichte nach der anderen. Begeisterte Konzertbesucher und mehrere kleine Sommerhits die in Spanien bereits Kultstatus haben. Das zweite Album und der Soundtrack „Amor de mis Amores“ brachten viel Kritikerlob und Einiges an Euphorie bei den Fans. Nun steht das dritte Album vor der Tür und hält schlicht alles was sie mit den Vorgängern angebahnt und versprochen haben. Die musikalische Reise die keine Grenzen braucht und schlicht Spaß macht. Diese Band beweist das Pop kein Schimpfwort sein muss.

Text: Peter Parker


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