Die perfekte Spätsiebziger/Frühachtziger-Mucke? Oder viel Effekt um Nichts?
Die Geister mögen sich an Jupiter One scheiden, aber der Erfolg gibt den sympathisch erscheinenden New Yorkern recht: Tracks von ihrem Debüt-Album sind in TV-Shows ebenso zu finden wie in Computerspielen. Der lizenztechnische Clou: Ihr „Platform Moon“ begleitet die Werbekampagne für den neuen Mazda 6. Und etwas Casio-Seeligkeit und Popper-Vibe wie in den Zeiten, als Twix noch Raider hieß, muss ja nichts schlimmes sein. Besonders wenn eine punchige Franz-Ferdinand-Gitarre dafür sorgt, dass das gehörte nicht zum A-ha-Erlebnis mutiert! Mit den Killers (Neuzeit) teilen Jupiter den Hang zur großen Geste, mit den Cars (letztes Jahrhundert) den hallgeblähten Sound, mit der Gang Of Four (immer noch) den Punk. In der Jugendzeit des Rezensienten nannte man diese Art von Musik Powerpop.
Ahoi-Brause in Tönen. Ein harmloses Vergnügen, aber immerhin, es prickelt…
Jo “hey Joe” Neckermann