Jeff Buckley, Feist, Cat Power, Broken Social Scene, Portishead – das sind die Helden von Karo und das hört man. Mit spröder Eindringlichkeit verbreitet die 28jährige Singer/Songwriterin aus Würzburg ihren Melancholie-Pop im schicken LowFi-Sound. Von Freunden musste sie vor einigen Jahren förmlich aus eine „Offene Bühne“ gezerrt werden. Und dann hat jemand ein Demo an den Bayrischen Rundfunk geschickt. Und dann… Dass in der jungen Frau allerdings weit mehr steckt als Germanys Next Klampfenjule wird beim hören von „Sing Out, Heart“, ihrem nach vertriebstechnischen Geburtswehen wieder neu gestartetem Erstling, schnell klar.
Herz-Schmerz-Elegien wie „You Don’t Know“ oder „Goldstar“ wechseln sich wohltuend ab mit 80er Wave a la Martha & The Muffins in „The Hunger“ oder „My Heart Is Bent“. Das Geheimnis der Karoline Schaum liegt wahrscheinlich in der Intensität und der Authentizität ihres Vortrags. Ach ja, und klasse Songs mach sie auch…
Jo Neckermann
tolles review, tolle cd!