Review

Kerri Chandler – DJ-Kicks

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Review:

Der aus New Jersey stammende Afroamerikaner hat eine musikalische Sozialisation wie man sie sich nur wünschen kann. Die Mutter liebte Musik in jeglicher Form und verliebte sich in einen angesagten lokalen DJ in der legendären Disco-Ära. So bekam Kerri Chandler mit der Muttermilch den Vibe von Funk, Soul und Disco mit. Ende der 1980er machte er es dem Papa nach und legte selbst Platten – nur dass er den House-Hype präsentierte und auch später sehr euphorisch in seinen eigenen Produktionen zelebrierte. Er veröffentlichte bereits Anfang der 90er über Madhouse und auf den prägenden Kultlabels Strictly Rhythm, Nervous oder Large. So trug er maßgeblich an der Entstehung von House, special von DeepHouse bei. Seine Veröffentlichungen auf King Street und Harmless gehören zu den Meisterwerken des Genres. Es gab in den letzten Jahren sehr viele House-Mixes von ihm zu hören. Ein „Mixtape“ mit seinen eigenen Inspirationsquellen und Favouriten gab es jedoch nie. Die neue DJ-Kicks wird das ändern. Hier geht es um die Einflüsse aus Jazz, Funk, Soul und Disco. Epochale Jazzfunk-Perlen von Roy Ayers, Leroy Hutson, James Mason, Syliva Striplin oder Cymade treffen auf beseelten HipHop von Foreign Exchange und euphorische Oldschool Jams wie Fruit’s „If you feel it, say yeah“. Bei den Tracks „Innerzone Orchestra – People Make The World Go Round“ fühlt man seine Verbundenheit mit den Innovatoren Moodyman & Carl Craig – die dreckige Jazz-Vibes mit progressiver Electronica mixten. Diese DJ-Kicks in seine wundervolle Reise durch das Plattenregal einer Legende. Sehr gelungen.

Text: Peter Parke


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