Review

Kista & 45 Prince: Crate Combination Vol. 1

Kista & 45 Prince: Crate Combination Vol. 1

Roc Raidas’ Tod hat etwas Gutes an sich – ohne blasphemisch oder sarkastisch zu wirken: Man spricht endlich wieder über Turntablism, Beatjuggling, Backspins und die Kunst des DJs an sich. Es gab ja definitiv schon bessere Zeiten für die Herrn Plattenleger.
Da kommt gerade zum richtigen Zeitpunkt, eine Platten namens „Crate Combination“ heraus. Hier wird nicht nur die hohe Kunst des Scratchen offeriert, sondern auch ordentlich Tribut an die alte Schule gezollt. Natürlich bezieht man sich auf die Sorte HipHop die heute meist nur noch von geschichtsbewussten Kulturanhängern geliebt wird. Dabei bleiben Kista und 45 Prince (nicht verwechseln mit 45 King) erstaunlich frisch. Tradition wird hier groß geschrieben. Die Breaks müssen eindringlich und funky, die Samples souful sein.Bewusst lehnt man sich an Überklassikern von Eric B. & Rakim, James Brown oder Biz Markie um eine Brücke in das so oft beschworene Damals zu schlagen. Wer Jurrastic Five und die damit assoziierten Kollegen Format und Cut Chemist mag, bzw. ihre Retrospektiven kennt und liebt liegt hier so gut wie „What’s golden“ im Klassikerfach in den Crates. Mit „Out of Sight“ geht man sogar noch weiter zurück und erinnert an die Jamaikaner die das Soundsystem straßenkompatible machten. Mit „Grandmaster Majere“ haben sie einen natürlich auch einen astreinen Celebrationjoint für die nächste Party die nach alter Schule riecht, aber nicht nach Langeweile stinkt. Eine deutsch-amerikanische Beatfreundschaft die sich auszahlt. Dig this!

Peter Hagen

Veröffentlicht am

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Connect with Facebook

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>