Koop: Coup de grace
Review:
Koop, das Produzenten und Musikerduo aus Schweden sorgen seit zehn Jahren dafür, dass man nicht die Skandinavier würden wirklich nur ABBA, Plastikpop und Eurodance aus der Charts-Konserve hören. Das ist natürlich etwas hormongeschwängert und euphorisch ausgedrückt, sollte jedoch nur den Status von Oscar Simonsson und Magnus Zingmark verdeutlichen. Die Internationale Jazzszene liebt die beiden Allroundtalente. Vier Alben haben sie in den letzten zehn Jahren herausgebracht und der ganze Welt gezeigt, dass süße Melodien und gerne mit Jazz und elektronischen Sounds eine fruchtbare Verbindung eingehen. Natürlich sind sie zur richtigen Zeit an den Start gekommen – als der NuJazz von Earl Zinger und Nicola Conte auf die freigeistigen Tanzflächen des Globus gepumpt wurden. Darauf reduzieren kann man die Musik der beiden Musiktüftler jedoch nicht. Auch in Pop-Gefilden wurden sie gefeiert und vor allem gehört. „Jazz fürs Radio“ schrie mir da gerade einer über die Schulter – was auch immer damit gemeint wäre, weil Nora Jones ist etwas anderes. Nun gibt es eine „Best of“ von Koop. Darauf versammeln sie elf ihrer schönsten, aber auch bekanntesten Songs. Man darf fast noch mal nostalgisch werden, wenn Yukimi Nagano die ersten Töne des herrlich beswingten „Summer Sun“ anstimmt oder Cecilia Stalin (ja die heisst wirklich so) den Titelsong des legendären Compostalbums „Waltz for Koop“ veredelt. Das ist hier bestimmt nicht die längste Praline der Welt, aber sicherlich eines der süßesten Versuchungen seid es das Wort NuJazz gibt. Don’t call it NuJazz! Fünf Euro ins Phrasenschwein und 15 Euro für den Plattenladen.
Peter Hagen







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