Review

Kosmo Koslowski: Krautschuk

Kosmo Koslowski: Krautschuk

Facettenreich und bunt mögen es die Mitglieder von Kosmo Koslowski. Unterschiedlich ist auch die Herkunft der Band. Aus Finnland, aus Polen, Deutschland und aus Dänemark kommen die Herren und Damen die ihren Sound selbst als „Piratenjazz“ bezeichnen. Ein schönes Wort, das jedoch zuwenig über den wunderbaren Fundus an verschiedener Musik beschreibt. Da kommen ost- südosteuropäische Klangstrukturen wie Klezmer, Polka oder Gipsy Jazz mit Ska, Blues oder Bossa Nova zusammen – um nur einen kleinen Ausschnitt des Reportoirs zu umschreiben. In der Mitte aller Songs, die Namen tragen wie „Nackt im Wald“ oder „Crazy Ninja Chicken Cha-Cha-Cha“ steht ein unglaubliche Freude am Musizieren und dem Ausloten der Räume zwischen Euphorisch und Melancholie. Da darf es natürlich auch mal etwas funky werden wie auf „Intergalaktische Zollverwaltungsbehörde“. Problemlos nehmen sie den Hörer auf mit auf die Reise in einen 70er-Jahre Actionkinofilm wie auf „Kommissar Fango“, was zu dem absoluten Höhepunkt unter viele zu zählen ist. Wie viel Lebensfreude und grundsympathische Leichtigkeit kann eine Band bitte mehr transportieren? Eine Platte wie ein überdimensionales Überraschungs-Ei. Großartige Musik mit Fusionsdrang und eine Portion Humor. Das muss gehört werden, ohne wenn und aber.

Peter Hagen

Veröffentlicht am

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