Review

Kutiman – 6 a.m

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Review:

Der aus Israel stammende Multi-Instrumentalist und Beatmaker KUTIMAN hat sich lange Zeit gelassen für seine Rückkehr. Vor über zehn Jahren hat er mit seinem Release auf Melting Pot Music bereits tiefe Spuren hinterlassen. Die Affinität des umtriebigen Künstlers, soundtrackartige Klanglandschaften zu schaffen, hat er für seiner neues Werk um einiges verfeinert. Mit „6am“ hat er sich hörbar mit dem Psych-Rock der 60s befasst. Jeder Track ist dazu epochal aufgeblasen und imponiert mit seiner Größe, die durch die Arbeit mit Orchestern erreicht wurde. Filmmusik, Jazz-Variationen und eine ordentliche Portion Soul machen das neue Album des Israeli zu einem mehr als spannenden Meisterwerk. Man kann davon ausgehen, dass er in seiner Kindheit viel Doktor Schiwago, Ennio Morricone, Pino Donaggio, Klaus Doldinger, Lalo Schifrin, Shaft und die ganze Palette an großartigen Soundtracks gehört hat. Kutiman bastelt an seiner eigenen Vision durch solche Alben wie „6am“ – die nur ein Puzzle seines Gesamtwerkes zwischen Filmen, Digitalkunst und Live-Erlebnissen sind. Die Live-Instrumentalisierung und klassische Songwriting beherrscht er in Perfektion – jedoch erreicht er mit seiner Musik er seine volle Entfaltung wenn er sich auf Fusionen mit unterschiedlichsten Einflüssen einlässt. Da wird orientalische Traditionsmucke gesampelt, da gibt es musikalische jazzig-verrückte LSD-Rockfantasie-Abfahrten fürs Kopfkino zwischen James Bond, Coffey und The Who. Selten hat man so einen autarken und visionären Künstler gehört. Überzeugt euch selbst und kauft „6am“, welches am 17.06.2016 über sein eigenes Label Siyal Music veröffentlicht wird.

Text: Peter Parker


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